Großeinsatz an Mindener Straße – 16 Verletzte – Täter auf der Flucht Reizgas-Angriff in Herforder Supermarkt

Herford (WB/mor). Zwei junge Männer haben am Freitagnachmittag Pfefferspray im Sinem-Markt versprüht. Mindestens 16 Menschen wurden verletzt. Drei von ihnen, darunter ein Kind, mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Polizei, Feuerwehr und DRK rückten mit einem Großaufgebot an. Nach den Tätern wird gefahndet.

In diesem Supermarkt an der Mindener Straße versprühten die Jugendlichen das Pfefferspray.
In diesem Supermarkt an der Mindener Straße versprühten die Jugendlichen das Pfefferspray. Foto: Moritz Winde

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei waren die auf Anfang 20 geschätzten Männer einem Mitarbeiter aufgefallen. Der 43-Jährige schien sich offenbar an sie als Ladendiebe zu erinnern. »Als der Mitarbeiter die Männer ansprach, haben sie ihn sofort mit Reizgas angesprüht«, sagte Polizeisprecher Steven Haydon.

Die Täter sind laut Polizei südländischen Aussehens, haben eine schmale Statur und dunkle Haare und Augen. Sie sind etwa 1,80 Meter groß. Einer trug ein blaues Käppi. Sie sprachen französisch und arabisch. Auf den Überwachungsvideos sollen sie gut zu erkennen sein.

Während die Kripo im Laden Spuren sicherte, wurden die Verletzten auf dem Parkplatz versorgt. Drei Rettungswagen, ein Krankentransport sowie ein Notarzt-Einsatz-Wagen standen bereit.

Da nicht klar war, ob es sich tatsächlich um Pfefferspray oder eine andere chemische Substanz handelte, wurde vorsorglich eine ManV-Lage ausgerufen – also ein Massenanfall von Verletzten.

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