Herforder (33) kassiert und liefert nicht Bewährungsstrafe für Ebay-Betrüger

Herford (WB/jmg). Ein Familienvater (33) aus Herford ist am Dienstag vor dem Amtsgericht Herford wegen gewerbsmäßigen Betrugs zur einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt worden.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: dpa

Er hatte mehrfach über die Verkaufsplattformen Ebay und Quoka Videokonsolen und Spielzeug angeboten, die verkaufte Ware aber nicht versendet oder sie gar nicht besessen. Dabei soll der geständige Angeklagte mehr als 3700 Euro eingenommen haben.

Spielsucht und finanzielle Probleme

»Es tut mir leid, was ich den Leuten angetan habe«, erklärte der Angeklagte der Richterin Alea Blöbaum. Er habe damals in finanziellen Nöten gesteckt: Die Firma, in der er als Lagerist arbeitete, sei pleite gegangen. Das Gehalt sei mehrfach zu spät und zuletzt gar nicht gezahlt worden. Zudem leide er unter einer Spielsucht. Für die finanzielle Abwicklung hatte der Mann nicht nur sein eigenes Konto, sondern auch die Konten seiner Tochter (7) und seiner Ehefrau genutzt.

Richterin Blöbaum setzte die Strafe zur Bewährung aus. Trotzdem warnte sie: »Wir haben in letzter Zeit viele Ebay-Betrüger. Die Rückfall-Quote ist erschreckend hoch.« Gerade weil es den Leuten so leicht gemacht würde und Käufer immer wieder auch hohe Summen ohne Sicherheiten im Voraus bezahlen. »Sie müssen den Grund für die Straftaten bekämpfen.« Deshalb soll der Mann sich als Bewährungsauflage an eine Suchtberatung wenden und die betrogenen Käufer mit regelmäßigen Zahlungen entschädigen.

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