Anwohner ohne Heizung – Geschäfte bis zum Nachmittag geschlossen Stromlos in der Goebenstraße

Herford (WB). Blackout in der Goebenstraße: Aufgrund eines Kabeldefekts am frühen Morgen waren am Dienstag mehrere Geschäfts- und Wohnhäuser stundenlang ohne Strom. Erst am frühen Nachmittag gelang es Spezialisten der Westfalen Weser Netz GmbH (WWN) nach intensiver Fehlersuche, das defekte Kabel zu reparieren.

Von Peter Schelberg
Radio- und Fernsehhändler Wolfgang Ueckermann musste einige Kunden vertrösten, die vergeblich in die Goebenstraße gekommen waren: Die elektrisch betriebene Ladentür ließ sich nicht öffnen, auch im Geschäft gab’s keinen Strom.
Radio- und Fernsehhändler Wolfgang Ueckermann musste einige Kunden vertrösten, die vergeblich in die Goebenstraße gekommen waren: Die elektrisch betriebene Ladentür ließ sich nicht öffnen, auch im Geschäft gab’s keinen Strom. Foto: Peter Schelberg

Betroffen waren nach Angaben von WWN-Pressesprecher Edgar Schroeren die Häuser 18 bis 28 auf der Ostseite der Goebenstraße. »Um kurz nach 8 Uhr haben sich Anwohner bei unserer Netzleitstelle gemeldet.« Daraufhin sei sofort der Störungsdienst rausgefahren. »Die Kollegen haben auch einen Messwagen in die Goebenstraße geschickt. Der kann die Leitungen ausmessen, um den Fehler zu lokalisieren. Die Tiefbauer nehmen die Leitung raus und stellen die Stromversorgung wieder her.« Als Grund nannte Schroeren einen Kabeldefekt.

Fernsehhändler Wolfgang Ueckermann hatte bereits frühmorgens um 4 Uhr festgestellt, dass im Haus kein Strom verfügbar war. »Wir können unser Geschäft in der Goebenstraße 22 nicht aufmachen, weil wir elektrische Türen haben – und das ist bei einigen anderen Läden in der Straße auch so. Kein Computer, kein Licht, kein Internet, kein Telefon – nichts geht mehr«, sagte er in der Mittagszeit, während WWN-Techniker in Höhe des Schmuckateliers Spiegelstein tief im Erdreich an den Leitungen arbeiteten.

Anwohner Jörg Brökel wurde es in seiner Wohnung wie anderen Betroffenen etwas zu frisch: »Die Heizungen sind ebenfalls ausgefallen, da kühlen natürlich auch die Wohnungen rasch aus.« An den Geschäften standen Kunden vor verschlossenen Türen. Wie Annette Künsting vom Schmuckatelier hatten auch andere Ladenbesitzer per Zettelaushang auf die Situation aufmerksam gemacht. Glück für TV-Händler Wolfgang Ueckermann: Sein Geschäftslokal auf der anderen Straßenseite blieb vom Stromausfall verschont – hier konnten seine Mitarbeiter Kunden bedienen.

Fahrlehrer Dirk Ellerbrake hingegen musste Seminarteilnehmer wieder wegschicken: Weil die Heizung ohne Strom kalt blieb, herrschten in seinem Schulungsraum eher frostige Temperaturen, auch der Fahrsimulator streikte. Ansonsten nahm Ellerbrake die Panne gelassen: »Da sieht man mal, wie sehr wir vom Strom abhängig sind«, sinnierte er. Und kündigte an: »Wir fahren nachher unser Wohnmobil auf den Parkplatz hinter dem Haus. Das hat eine Standheizung – dann können wir wenigstens noch ein wenig Bürokram erledigen.«

Nicht betroffen vom Stromausfall war das Museum Marta.

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