Die Firma 3Tec hat an der Wittekindstraße neue Räume bezogen und sucht Mitarbeiter Software-Spezialist wächst weiter

Herford (WB). Die Schrankwand im Wohnzimmer soll ganz individuell gestaltet sein. Das Regal im Büro am besten auch. Von diesem Wunsch nach mehr individuellen Produkten profitiert die Firma 3Tec. Das Software-Unternehmen mit seinen 70 Mitarbeitern ist jetzt in das ehemalige Arbeitsamt an der Wittekindstraße gezogen.

Von Ralf Meistes

Seit 1997 am Markt

Zuvor war das 1997 gegründete Unternehmen in Vlotho ansässig. »Doch dort reichten räumlichen Kapazitäten nicht mehr aus«, sagt Geschäftsführer Bernd Beckmann (62). Der Herforder hat vor zwei Jahrzehnten mit den beiden weiteren Geschäftsführern Arno Sturm (61) und Markus Jass (58) den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt.

Jahresumsatz von 7,5 Millionen Euro

Im vergangenen Jahr erzielte 3Tec einen Jahresumsatz von 7,5 Millionen Euro. Mit dem Umzug an die Wittekindstraße hat der Softwareentwickler sich räumlich mehr als verdoppelt. Derzeit arbeiten die 70 Beschäftigten auf rund 2500 Quadratmetern Fläche. Ab Oktober 2018, wenn das Esta-Bildungswerk auch das Erdgeschoss geräumt haben wird, sind es 3500 Quadratmeter.

Zehn neue Mitarbeiter gesucht

Auch personell soll weiter aufgestockt werden. »Wir könnten sofort zehn neue Mitarbeiter einstellen«, sagt Arno Sturm. Er glaubt, dass 3Tec auch in den kommenden 20 Jahren blendende Aussichten hat. Da alle drei Geschäftsführer mittlerweile um die 60 sind, stellt sich auch die Frage der Unternehmensnachfolge. »Da haben wir vieles schon geregelt«, betonen alle drei.

Individuelle Lösungen

Doch zunächst einmal wollen die Firmengründer in den kommenden Jahren weiter am Erfolgskurs arbeiten. Doch was macht 3Tec eigentlich? Da die Kundschaft mehr nach individuellen Lösungen fragt, muss die Möbelindustrie, für die 3Tec vornehmlich tätig ist, die Wünsche erfüllen. Anders als bei der Massenfertigung müssen die einzelnen Fertigungsschritte ebenfalls individuell angepasst werden.

Welches Möbelfrontstück aus welchen Regal automatisch entnommen wird, wo die Löcher für die Halterungen und weiteres gebohrt werden müssen bis hin zur Kontrolle, ob sich auch alle Teile in der richtigen Reihenfolge zum Abtransport im Lkw befinden. Zu diesen Fragestellungen liefert 3Tec ein Gesamtpaket.

»Alle Automatisierungen basieren auf Standard-PC-Systemen. Wir kontrollieren, visualisieren und steuern die Maschinen, Anlagen und den Materialtransport«, betont Markus Jass. Dabei kommen Barcode- oder Transponder-Systeme zum Einsatz.

Geschäfte in Russland und den USA

»Wir haben uns in unserem Bereich zum Marktführer entwickelt«, sagt Arno Sturm. Namhafte Firmen wie Häcker, Nolte und Nobilia zählen zum Kundenstamm von 3Tec. Neben gut einem Dutzend Ländern in Europa sind die Softwareentwickler auch in den USA, Russland, Brasilien und Australien tätig.

Die Geschäfte laufen sehr gut. An der Wittekindstraße ist man weiter auf Wachstum ausgerichtet. Nur die Suche nach geeigneten Ingenieuren und Softwareentwicklern gestaltet sich schwierig. Dabei spielt das Alter für einen Bewerber zunächst keine Rolle. »Wir haben erst kürzlich jemanden eingestellt, der war 53. Wer gut in Programmierung ist und eine Affinität zu dem hat, was wir machen, der erhält bei uns auch eine Chance«, betont Beckmann. Ab August will 3Tec selbst Fachinformatiker ausbilden.

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