Martin Wolf soll den Bürgermeister beleidigt haben – erstes Verfahren eingestellt Kähler zeigt SPD-Ratsherrn an

Herford (WB/ram). Bürgermeister Tim Kähler hat am Mittwoch Strafanzeige wegen Beleidigung gegen SPD-Ratsherr Martin Wolf erstattet. Wolf soll sich am frühen Morgen des 24. September am Bahnhofsvorplatz abfällig über den Herforder Bürgermeister geäußert haben. Zu dem Zwischenfall haben mehrere Mitglieder der SPD-Jugendorganisation schriftliche Stellungnahmen abgegeben. Unter anderem soll dabei das A-Wort gefallen sein.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: dpa

»Ich kann da nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Deshalb habe ich auch nicht als Privatperson, sondern als Bürgermeister der Stadt Herford Strafanzeige gestellt«, betonte Kähler auf Anfrage. Am Montag hatte die SPD-Fraktion noch abgelehnt, Wolf aufgrund der Vorwürfe aus der Fraktion auszuschließen .

Bürgermeister Tim Kähler (links) hat Strafanzeige gegen SPD-Ratsherr Martin Wolf erstattet.

Dem 52-Jährigen wird zugleich vorgeworfen, am 24. September Wahlhelferinnen an einem CDU-Stand beleidigt zu haben. Wolf bestreitet dies und sieht sich als Opfer einer Kampagne. Auch nach diesem Vorfall wurde Strafanzeige gegen ihn gestellt. Das Verfahren läuft noch.

Zu den aktuellen Vorwürfen will sich Martin Wolf nicht äußern. Er hat hingegen eine Stellungnahme zu den Anschuldigungen verfasst, die vom Mai dieses Jahres stammen. Damals wurde ihm ebenfalls vorgeworfen, CDU-Wahlhelferinnen beleidigt zu haben.

Stellungnahme von Martin Wolf

Wolfs Stellungnahme bezieht sich auf einen Zwischenfall, der sich am 14. Mai im Zuge der Landtagswahl am Herforder Bahnhofsvorplatz ereignet haben soll. Zwei CDU-Wahlkampfhelferinnen hatten Strafanzeige gestellt, weil sie sich vom SPD-Ratsherrn genötigt fühlten. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hat dieses Ermittlungsverfahren gegen Wolf allerdings eingestellt.

Dazu erklärt der SPD-Ratsherr: »Die gegen mich erhobenen Vorwürfe sind mangels Tatverdacht eingestellt worden. Vorgetragene Anschuldigungen haben sich als haltlos erwiesen.« Zu den Beleidigungsvorwürfen gegenüber CDU-Wahlhelferinnen erklärt er: »Ich weise die Vorwürfe von massiven Beleidigungen und Ähnliches entschieden zurück und sehe mich mit der Entscheidung der Einstellung des Verfahrens voll bestätigt.«

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