Geldstrafe: Herforder fotografiert sterbenden Mann Gaffer muss zahlen

Herford (WB/ca). Ein 51-jähriger Herforder muss mehrere hundert Euro bezahlen, weil er 2016 bei einem Verkehrsunfall einen Sterbenden fotografiert hatte.

Im Oktober war es in Herford zu dem Unfall auf der B 239 gekommen.
Im Oktober war es in Herford zu dem Unfall auf der B 239 gekommen. Foto: Moritz Winde

Im Oktober hatte ein Bielefelder (54) auf der B 239 in Herford einen Herzinfarkt erlitten. Helfer zogen ihn aus dem Wagen und versuchten am Straßenrand, ihn wiederzubeleben.

Fünf Autofahrer wurden von Polizisten dabei beobachtet, wie sie das Opfer fotografierten. Die Kennzeichen wurden notiert. Staatsanwalt Christoph Mackel: »Letztlich konnten nur zwei Fahrer namentlich identifiziert werden, wobei einem das Fotografieren nicht nachgewiesen werden konnte.«

Der 51-jährige Herforder muss wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches durch Bildaufnahmen mehrere hundert Euro zahlen.

Kommentare

Nur allzu gerecht, dieses Urteil. Das Verhalten ist ja an Geschmacklosigkeit und Dummheit nicht zu überbieten.

Recht so. Es ist nur schade, dass man die Namen solcher Zeitgenossen nicht veröffentlichen darf. Wer aus Sensationsgier in diesen Situationen Fotos macht, gehört selbst an den Pranger gestellt.

2 Kommentare

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