NWD: Chefdirigent Yves Abel setzt Zusammenarbeit fort Neuer Vertrag bis 2020

Herford (WB). Yves Abel, Chefdirigent der Nordwestdeutschen Philharmonie, verlängert seinen Vertrag bis zum Jahr 2020. Dies ist dem aktuellen NWD-Magazin »Intermezzo« zu entnehmen. Zwar soll die Vertragsverlängerung offiziell erst im Februar erfolgen, doch heißt es bereits jetzt, sie sei beschlossene Sache.

Von Hartmut Horstmann
Yves Abel verlängert bis 2020.
Yves Abel verlängert bis 2020. Foto: Sandra Kreutzer

Viele Engagements weltweit

Der in Kanada geborene Dirigent hatte seinen Posten als Chefdirigent im Januar 2015 angetreten. Damals habe man einen Vertrag über drei Jahre abgeschlossen, sagt NWD-Geschäftsführer Christian Becker. Dass die Vereinbarung vorzeitig verlängert wird, hat mit der großen Nachfrage nach Abel zu tun. Dieser sei ein viel beschäftigter Mann und habe für die nächsten Jahre Planungssicherheit gebraucht, erklärt Becker.

An vielen großen Opernhäusern hat Yves Abel bereits dirigiert, darunter sind die Metropolitan Opera in New York und die Wiener Staatsoper. Zum Kinostar avancierte er, als »La Traviata« von Verdi aus dem Londoner Opernhaus »Covent Garden« weltweit auf Leinwand zu sehen war.

Uraufführung im Februar

Im NWD-Magazin wird erwähnt, dass er in der zweiten Januarhälfte in Tokio die Oper »Carmen« dirigiert – und danach Puccinis »Madame Butterfly« an der Deutschen Oper Berlin. Ambitioniert geht es auch in Ostwestfalen weiter, wenn Abel für eine Uraufführung verantwortlich zeichnet. Es handelt sich um ein Konzert für Saxophonquartett und Orchester, welches Enjott Schneider unter dem Titel »Berlin Punk« geschrieben hat. Die Herforder Aufführung findet am 24. Februar im Stadtpark Schützenhof statt.

Angesichts des großen Interesses an Yves Abel begrüßt die NWD-Leitung die frühzeitige Vertragsverlängerung. Die Zusammenarbeit laufe gut, betont Christian Becker. Dass eine weltweite Dirigenten-Nachfrage für ein Orchester wie die NWD auch den gegenteiligen Effekt haben kann, hatte der Falls Andris Nelsons gezeigt: Der Lette, um den sich die großen Orchester dieser Welt reißen, hatte ein Jahr vor dem offiziellen Vertragsende um eine Auflösung gebeten. Diesem Ansinnen war die NWD 2009 gefolgt.

Fünf von zehn Abo-Konzerten

Wie für Nelsons so ist es auch für Abel wichtig, mit dem Orchester häufig präsent zu sein. Trotz seiner vielen Engagements außerhalb von Ostwestfalen dirigiert der aktuelle Chef immerhin bei fünf von zehn Abo-Konzerten. »Die Musiker freuen sich auf die weitere Zusammenarbeit, betont Intendant Andreas Kuntze.

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