Lüftung wird erneuert – Debatte in Herford über Eishalle Millionen-Investition ins Freizeitbad H2O

Herford (WB). Mit dem Erfolg steigen die Anforderungen: Das gilt auch für das Freizeitbad H2O, das mit mehr als 500.000 Besuchern im Jahr zu einem beliebten Anlaufpunkt in der Region geworden ist. Die Stadt Herford muss über ihre Stadtwerke in diesem Jahr drei Millionen Euro in eine neue Lüftungsanlage investieren.

Von Ralf Meistes
Attraktion im Herforder H20: die Wasserrutsche.
Attraktion im Herforder H20: die Wasserrutsche. Foto: Moritz Winde

Und auch in die Eishalle wird in den kommenden Jahren investiert werden müssen, sagt Markus Diering, Betriebsleiter für die Freizeiteinrichtungen der Stadt.

In den vergangenen fünf Jahren sind etliche Millionen in die Sanierung und Attraktivitätssteigerung des Freizeitbades an der Wiesestraße investiert worden. »Die jetzt anstehende Investition von drei Millionen Euro in die Lüftungsanlage ist absolut notwendig. Die Anlage ist 20 Jahre alt und muss jetzt ausgetauscht werden«, betont Diering.

Mit den Umbauten soll in der Revisionszeit, also ab Ende August, begonnen werden. »Wir werden sehen, ob wir das in den fünf Tagen schaffen. Fest steht, dass wir unsere Kellerräume erweitern müssen, weil die neue Anlage mehr Platz benötigt.«

Betriebsleiter: Modernisierung der Eishalle kostet nicht fünf Millionen

In der jüngsten HVV-Aufsichtsratsitzung soll auch über die künftige Ausrichtung der Herforder Eishalle gesprochen worden sein. Zahlen, wonach eine Modernisierung der Eishalle bis zu fünf Millionen Euro kosten soll, widerspricht Diering allerdings: »Für die Summe könnte man ja eine neue Halle bauen.«

Eishockey ist in Herford äußerst populär: Die Anforderungen an die Eishalle sind gestiegen. Foto: Lars Krückemeyer

Gleichwohl, das macht der Betriebsleiter deutlich, seien die Anforderungen auch hier gestiegen. »Wir hatten in der Vergangenheit Eishallen-Zeiten von Oktober bis März. Jetzt sind die Hallenzeiten um sechs Wochen verlängert worden. Wir mussten uns im vergangenen Sommer schon ganz schön ins Zeug legen, damit der HEV am 5. September in die Halle konnte«, betont Diering.

Saisonstart zuletzt bei mehr als 20 Grad

Bevor die Regionalliga-Mannschaft des Herforder EV Anfang September aufs Eis konnte, musste die Halle vier Wochen lang heruntergekühlt werden. Zum Saisonauftakt waren es vor der Halle noch weiter über 20 Grad. Eine besondere Herausforderung für die Mitarbeiter der Stadtwerke, aber auch für die Hallentechnik.

Hier müsse, wenn die veränderten Hallenzeiten auch für die Zukunft gelten sollen, zusätzlich investiert werden, ist sich Diering sicher. Von den veränderten Zeiten profitiere auch die Eislaufabteilung. In welcher Größenordnung die Eishalle saniert werden müsste, könne derzeit noch nicht gesagt werden. »Da müssten erst in einigen Gremien Gespräche geführt werden. Das ist dann auch Sache der Geschäftsführung und der Politik.«

Bei den Freizeiteinrichtungen (Bäder und Eishalle) der Stadtwerke arbeiten 72 Vollzeitkräfte sowie 36 Männer und Frauen, die geringfügig beschäftigt sind. Darüber hinaus gibt es zehn Azubis.

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