Autofahrer nennt Polizist aggressiv Prügelaffäre-Prozess: Autofahrer nennt Polizist aggressiv

Herford (dpa). Der  Prozess um eine aus dem Ruder gelaufene Verkehrskontrolle gegen einen Polizeibeamten ist am Freitag mit der Aussage des Autofahrers fortgesetzt worden.

Die Kamera im Streifenwagen zeichnete auf, wie der 39-jährige Polizeikommissar den Autofahrer angriff.
Die Kamera im Streifenwagen zeichnete auf, wie der 39-jährige Polizeikommissar den Autofahrer angriff. Foto: Screenshot

Der 40-Jährige beschuldigte den angeklagten Polizisten am zweiten Prozesstag vor dem Amtsgericht Herford, ihn ohne ersichtlichen Grund ins Gesicht geschlagen und mit Pfefferspray attackiert zu haben.

Polizist »laut und aggressiv«

Der Polizeibeamte sei laut und aggressiv aufgetreten. Es sei ihm jedoch unverständlich geblieben, warum er angegangen worden war. Er habe nur versucht, den Beamten auf Abstand zu halten. 

Zentrales Beweismittel der Staatsanwaltschaft ist ein Video von der Rangelei.

Der wegen der Attacke angeklagte Beamte hält den Einsatz aus dem Jahr 2014 für verhältnismäßig. Er habe in einer bedrohlichen Situation die Kontrolle behalten wollen. 

Der Autofahrer hatte sich verdächtig gemacht, weil er auf Haltezeichen des Streifenwagens zunächst nicht reagiert hatte.

Wegen der Auseinandersetzung hatte 2015 zunächst der Fahrer auf der Anklagebank gesessen. Der Polizist forderte zudem Schmerzensgeld. Nach Sichtung des Videos war der Autofahrer jedoch freigesprochen worden. Stattdessen hat die Staatsanwaltschaft nun den Polizeibeamten angeklagt. Sie hält ihm auch Verfolgung Unschuldiger durch Falschangaben vor.Es sind zwei weitere Prozesstage angesetzt. 

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.