Keller eines ehemaligen Briten-Wohnhauses brennt in der Nacht zu Donnerstag – Ermittlungen wegen versuchter Tötung Feuer in Flüchtlingsheim gelegt

Herford (WB/ca). Der Keller einer Flüchtlingsunterkunft in Herford hat in der Nacht zu Donnerstag gebrannt. Das Feuer soll laut Polizei gelegt worden sein.

Die Polizei sichert derzeit die Spuren.
Die Polizei sichert derzeit die Spuren. Foto: Christian Althoff

Die Feuerwehr brachte das Feuer in der Nacht schnell unter Kontrolle. Foto: Reiner Toppmöller

Gegen 1:40 Uhr wurde der Feuerwehr und Polizei ein Brand in der kommunalen Unterkunft in der Ulmenstraße gemeldet. Die eingetroffenen Rettungskräfte konnten alle Bewohner evakuieren, eine Frau und ein Kind wurden mit einer Rauchgasvergiftung in ein Herforder Krankenhaus eingeliefert. Die Feuerwehr hatte den Brand, der im Keller entfacht war, schnell unter Kontrolle, sodass kein Schaden am Gebäude entstand.

Erste Ermittlungen vor Ort ergaben, dass das Feuer mittels Brandbeschleuniger vorsätzlich gelegt worden war. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld bewertete die Tat als versuchtes Tötungsdelikt. Daraufhin richtete die Polizei Bielefeld in Absprache mit der Staatsanwaltschaft eine Ermittlungskommission beim Staatsschutz ein. Da es sich bei dem Tatort um eine Flüchtlingsunterkunft handelt, wird nun geprüft, ob es sich um eine politisch motivierte Tat handeln könnte.

Im Nahbereich des Brandortes wurde noch in der Nacht ein 37-jähriger Herforder unter dringendem Tatverdacht vorläufig festgenommen. Der einschlägig bekannte Mann hatte vor Ort mit den Bewohnern versucht, das Feuer zu löschen und anschließend den Notruf getätigt. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar, die Ermittlungen dauern an.

Die Polizei bittet Zeugen, die zur Tatzeit in der Ulmenstraße verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich beim Staatsschutz Bielefeld unter der Telefonnummer 0521/545-0 zu melden. In diesem Zusammenhang fragt die Polizei auch, wem ein handelsüblicher, orange-roter Fünf-Liter-Benzinkanister »abhandengekommen« ist.

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