Mehrkosten von 230.000 Euro – erhöhten Brandschutz nicht beachtet Rathausumbau wird deutlich teurer

Herford (WB). Der Umbau des Herforder Rathauses wird deutlich teurer als ursprünglich geplant. Statt der bislang veranschlagten 350.000 Euro geht die Verwaltung mittlerweile von Kosten in Höhe von bis zu 580.000 Euro aus. Besonders ärgerlich dabei: Die erhöhten Brandschutzanforderungen blieben anfangs unberücksichtigt.

Von Ralf Meistes
Das Erdgeschoss im Rathaus wird in den kommenden Monaten zur Anlaufstelle der Herforder umgebaut. Hier sollen unter anderem die Mitarbeiter der Bürgerberatung einziehen. Die Umbaukosten sind derweil um 230 000 Euro angestiegen.
Das Erdgeschoss im Rathaus wird in den kommenden Monaten zur Anlaufstelle der Herforder umgebaut. Hier sollen unter anderem die Mitarbeiter der Bürgerberatung einziehen. Die Umbaukosten sind derweil um 230 000 Euro angestiegen. Foto: Moritz Winde

90.000 Euro mehr als ursprünglich geplant muss die Stadt Herford allein hierfür ausgeben. Feuerwehr und Brandschutzsachverständiger hatten auf die erhöhten Anforderungen hingewiesen.

Bürgerberatung zieht um

Die Bürgerberatung zieht mit ihren 52 Mitarbeitern im Sommer ins Rathaus um. Nach 22 Jahren wird Ende Oktober der Standort Auf der Freiheit 32 aufgegeben. Auch das Ausländerbüro, die Renten- und Bußgeldstelle, die Ordnungsbehörde und das Wahlbüro wechseln ins Rathaus.

Mehrkosten entstehen auch durch eine höhere Instandhaltung. So sollen Toilettenanlagen verbessert, Wasserleitungen und Teppichböden erneuert und etliche Räume neu gestrichen werden. Hier geht die Verwaltung nach Informationen dieser Zeitung von weiteren Kosten in einer Größenordnung von 140.000 Euro aus. Macht zusammen also 230.000 Euro oder 66 Prozent mehr als ursprünglich geplant.

60 000 Kunden im Jahr

Um die Barrierefreiheit zu gewährleisten, soll ein zweiter Fahrstuhl in das 100 Jahre alte Gebäude installiert werden. Auch ein weiteres Treppenhaus wird im rechten Rathausflügel gebaut. Allerdings muss die Stadt in diesem Zusammenhang auch noch Gespräche mit dem Betreiber des Restaurants »Die Knolle« im Rathaus führen.

Mit gut 60.000 Kunden pro Jahr ist der Bereich Bürgerservice der am meisten frequentierte. Im Zuge der Umgestaltung wird auch das Standesamt innerhalb des Rathauses umziehen. Die Zahl der Stühle im Trauzimmer soll dann von 16 auf 40 erhöht werden.

Die Umzugskartons packen müssen in den kommenden Wochen auch die Mitarbeiter des Dezernats 1. Voraussichtlich im Mai wird die Haupt- und Personalabteilung sowie Kämmerei, Steuern und Stadtkasse aus dem Rathaus ausziehen und in die ehemaligen Eon-Büroräume auf dem Elsbach-Areal umziehen.

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