Bauarbeiten auf der Salzufler Straße: Erste Vollsperrung startet am 25. April Anlieger müssen in Lärm und Dreck leben

Herford(WB). Es wird die größte Baustelle in der Stadt Herford werden: An der Salzufler Straße werden Kanäle erweitert, Schächte vergrößert, Anschlüsse erneuert, Gas- und Wasserleitungen verlegt und ganz zum Schluss wird asphaltiert. Dauer: fast drei Jahre.

Von Bärbel Hillebrenner
Das Teilstück der Salzufler Straße in Richtung Bergertor ist bald fertig, am 25. April geht es mit den Kanalbauarbeiten von der Kastanienallee bis Wiesestraße weiter. Der Bereich wird voll gesperrt, der Verkehr weiträumig umgeleitet.
Das Teilstück der Salzufler Straße in Richtung Bergertor ist bald fertig, am 25. April geht es mit den Kanalbauarbeiten von der Kastanienallee bis Wiesestraße weiter. Der Bereich wird voll gesperrt, der Verkehr weiträumig umgeleitet. Foto: Peter Schelberg

Auf die Anwohner kommen erhebliche Einschränkungen zu, auch wenn die sechs Teilstücke hintereinander abgearbeitet werden. Stadt und Abwasserbetrieb IAB versichern jedoch, die Nachteile so niedrig wie möglich zu halten. »Aber wir wollen ehrlich sein: Lärm, Dreck und Behinderungen sind nicht zu verhindern«, erklärt Beigeordneter Dr. Peter Böhm.

So könne es passieren, dass stundenweise oder auch mal ein Tag lang eine Zufahrt auf die Grundstücke nicht möglich ist. Das betrifft selbst die Gewerbeflächen, wie zum Beispiel die Tankstelle. Die betroffenen Anlieger werden aber rechtzeitig über den genauen Zeitpunkt informiert.

Fragestunde bei der Infoveranstaltung. Foto: Hillebrenner

In Teilstücken wird die Salzufler Straße voll gesperrt. Umleitungen sind weiträumig ausgeschildert. Halteverbote sollen Platz für den Gegenverkehr schaffen. »Allerdings kann nicht verhindert werden, dass sich Autofahrer, die sich auskennen, eigene Wege suchen werden«, sagt Lothar Sobek von der Verkehrsbehörde. Die Umleitungen gelten auch für die Busse, Haltestellen müssen verlegt werden. Auch die Taktung der Busse wird sich möglicherweise geringfügig ändern.

Auf der 2,5 Kilometer lange Strecke zwischen Kastanienallee und Waldfriedenstraße liegen Rohre, die sind bis zu 50 Jahre alt. Mit der Kamera wurden sie überprüft. »Die Leistungsfähigkeit passt schon lange nicht mehr. Außerdem ist das Gussmaterial an vielen Stellen kaputt«, sagt Gerhard Altemeier, Leiter des IAB-Abwasserbereichs. Die schweren Rohre werden aber nicht ausgebuddelt, sondern ein Kunststoffrohr wird eingeführt, das nennt man Inliner-System.

Umstellung von Misch- auf Trennsystem

Bei 41 Häusern muss zudem das Mischsystem auf Trennsystem umgestellt werden. Gerhard Altemeier: »Gesetzliche Pflicht sind heute zwei Kanäle, einer für Schmutz- und einer für Regenwasser.« 131 Hausanschlüsse werden außerdem erneuert. Sämtliche Arbeiten werden in »offener Bauweise« erledigt – also mit einem Bagger wird alles aufgegraben.

Bis Ende dieses Jahres sind auch die Stadtwerke vor Ort. »2500 Meter Wasserleitungen aus dem Jahr 1925 und 2200 Meter Gasleitungen aus den 60er Jahren werden ausgetauscht«, berichtet der technische Leiter Michael Rolf.

Kosten über Gebühren gedeckt

Die Kosten für Kanalerneuerung sowie für die Verlegung neuer Gas- und Wasserleitungen sind über die Gebühren abgedeckt. Werden ab 2018 aber Straße und Bürgersteig neu gemacht, werden jene Kosten auf die Grundeigentümer umgelegt.

Für sämtliche Anfragen gibt es Ansprechpartner: Bauleitung Uwe Last, Telefon 189-1423, Grundstücksentwässerung Frank Rogge, 189-1430, Stadtwerke Axel Mögler, Telefon 922-430 und Björn Pipa, 922-335. Zum Verkehr können Anfragen per Mail geschickt werden an die Stadt, svb@herford.de.

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