Bauarbeiten in der Kreispolizeibehörde Herford werfen Fragen auf Beauftragte das Land NRW eine Briefkastenfirma?

Herford (WB). Die Kreispolizeibehörde Herford wird zur Zeit für 1,1 Millionen Euro umgebaut. An den Arbeiten soll auch ein Familienclan verdienen, der bei der Kripo und der Staatsanwaltschaft etliche Aktenordner füllt.

Von Christian Althoff
Ein Foto von 2015: Die Kommissare Edwin Wessel (links) und Jörg Vette in den Räumen, in denen die neue Leitstelle entsteht.
Ein Foto von 2015: Die Kommissare Edwin Wessel (links) und Jörg Vette in den Räumen, in denen die neue Leitstelle entsteht. Foto: Hillebrenner

Im vergangenen Jahr schrieb der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes NRW die Arbeiten zum Bau einer neuen Leitstelle mit Umkleiden und Sanitäranlagen aus. Der Auftrag für Trockenbauarbeiten im Wert einer fünfstelligen Summe ging an die A. GmbH aus Bünde. Wer verbirgt sich dahinter?

Die A. GmbH steht nicht im Telefonbuch der Telekom, und auch einen Internetauftritt hat sie nicht. Sie wurde 2014 gegründet. Geschäftsführerin war damals eine 19-Jährige. Als Gegenstand des Unternehmens wurden im Handelsregister Autohandel, Autovermietung, Vorbereitung von Autos auf die TÜV-Abnahme, Führung eines Pfandhauses, Im- und Export und Montage fertiger Bauelemente eingetragen. 2015 kam Trockenbau hinzu. Als Adresse der A. GmbH wurde eine Anschrift in Bünde angegeben, an der sich ein Autohaus befindet.

Dieses Autohaus wird von einem Mitglied einer Familie betrieben, die 2011 in Rödinghausen ihr von 16 Familienmitgliedern bewohntes Haus angezündet haben soll, um die Versicherungssumme zu kassieren. Vier Männer und zwei Frauen wurden angeklagt. Weil das Landgericht Bielefeld im sechs Monate dauernden Prozess nicht feststellen konnte, wer konkret den Brand gelegt hat, wurde das Verfahren vor zwei Wochen gegen Zahlungen eingestellt. Vier Angeklagte mussten 30 000 Euro, 15 000 Euro, 3500 Euro und 1500 Euro zahlen.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Mittwochausgabe (6. April) des WESTFALEN-BLATTES.

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