Weiträumige Umleitungen zwischen Herford und Löhne – 2016 werden Witteler Kurven begradigt Ab Montag Vollsperrung der B 61

Herford (WB). Vollsperrung der Bundesstraße 61 – das bedeutet ab kommenden Montag für alle Autofahrer  mehr Zeitaufwand für die Strecke zwischen Herford und Löhne. Über eine Länge von zwei Kilometern wird die Fahrbahn zwischen Homberg- und Senderstraße neu asphaltiert.

Von Bärbel Hillebrenner
Ab Montag beginnen die Bauarbeiten auf der B 61/Mindener Straße zwischen Herford und Löhne. Während bis zum 13. November  die schnurgerade Strecke zwischen Homberg- und Senderstraße neu asphaltiert wird, starten 2016 die Begradigung der beiden Kurven auf dem Wittel und die Erneuerung der  Brücke über den Nagelbach.
Ab Montag beginnen die Bauarbeiten auf der B 61/Mindener Straße zwischen Herford und Löhne. Während bis zum 13. November die schnurgerade Strecke zwischen Homberg- und Senderstraße neu asphaltiert wird, starten 2016 die Begradigung der beiden Kurven auf dem Wittel und die Erneuerung der Brücke über den Nagelbach. Foto: Moritz Winde

Die weiträumigen Umleitungen verlaufen nördlich und südlich der gesperrten B 61. Drei Wochen ist die Mindener Straße dicht. Foto: Straßen NRW

Umleitung der Busse

Die Bauarbeiten auf der Mindener Straße in Herford werden ab Montag und bis einschließlich 13. November auch zu zahlreichen Umleitungen der Busse und Sperrungen von Haltestellen führen. Betroffen sind die Linien 420, 435 und der Taxi-Bus. Auf der Linie 420 entfallen die Haltestellen Hombergstraße, Im Zuschlage, Mindener Straße 475 und die Schulbus-Haltestelle Senderstraße. Als Ersatz kann die Schulbus-Haltestelle Hombergstraße an der Hombergstraße genutzt werden. Die Linie 435 und der Taxi-Bus können die Haltestellen Hombergstraße, Im Zuschlage, Mindener Straße 475 nicht mehr bedienen. Alternativ können Fahrgäste die Haltestellen Alte Heerstraße und Senderstraße nutzen.

Schwerlaster, Trecker, Pkw – sie haben in den vielen Jahren die Mindener Straße zwischen Herford und Bad Oeynhausen enorm beansprucht. 12 000 Fahrzeuge rollen jeden Tag über die B 61. »Der Asphalt ist so kaputt, der muss dringend erneuert werden«, sagt Volker Poppensieker von der Landesbehörde Straßen NRW, die dafür 350 000 Euro investiert. 

Wie berichtet, muss das schnurgerade Teilstück saniert werden. Poppensieker: »Wir nennen es eine Materialschlacht: Altes geht runter, Neues kommt drauf.« Die Bauarbeiten sollen bis zum 13. November erledigt sein – wenn das Wetter mitspielt. »Friert oder schneit es, dann dauert es länger«, so der Fachmann. Und weil die Fahrbahn zu eng für eine Baustellendurchfahrt ist, wird die Mindener Straße an dieser Stelle voll gesperrt.

Parallelstraßen nur für Anlieger frei

Wer sich aber zwischenzeitlich schon Schleichwege rausgesucht hat, den muss Volker Poppensieker enttäuschen: »Parallel verlaufende Straßen – zum Beispiel die Alte Heerstraße – werden nur für Anlieger frei sein. Sie sind viel zu schmal für zu starken Gegenverkehr.« Auch über den Alten Grenzweg gebe es keine Möglichkeit, die Baustelle zu umfahren und die Anknüpfung zwischen Löhne und Herford zu verkürzen. Rot-weiße Sperrböcke mit fünf Leuchten werden schon am Wochenende aufgebaut. Nur die Einmündungen zur Homberg- und zur Senderstraße bleiben frei. Volker Poppensieker: »Während Pkw über die Senderstraße fahren können, ist diese Verbindung zur Autobahn für Lkw nicht zulässig – bisher nicht und auch nicht während der Bauphase.« Es gibt zwei großräumige Umleitungen: von Herford kommend über die Löhner, Bischofshagener, Schweichelner und Häger Straße oder über die Vlothoer und Knickstraße sowie ausschließlich für Pkw auch über die Senderstraße. Wer den Hofladen Reinkensmeier anfahren möchte, darf auch das. »Die Bauarbeiter passen hier auf und leiten den Verkehr vom und zum Hof«, berichtet Volker Poppensieker. 

2016 geht es auf der B 61 Richtung Löhne dann weiter mit Bauarbeiten im steilen Kurvenbereich auf dem Wittel. Der Unfallschwerpunkt soll entschärft werden. »Seit anderthalb Jahren, seit es einen Unfall mit einem Toten und ein Unfall mit Schwerverletzten gegeben hat, sind hier Warnschilder aufgestellt und die Geschwindigkeit auf 50 Stundenkilometer beschränkt worden, erklärt der Fachmann von Straßen NRW. Die Bäume wurden bereits Anfang dieses Jahres abgeholzt, nach den Sommerferien 2016 sollen die Kurven begradigt, die Brücke über dem Nagelbach neu gebaut und sogar ein Radweg gebaut werden. Endziel sei, so Poppensieker, den Radweg mal komplett zwischen Herford und Löhne anzubieten – im Moment scheitert das jedoch aufgrund von Widerstand bei den Grundstücksverkäufen.

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