Bislang 178 Flüchtlinge in der Notunterkunft Nachbarn werden heute informiert

Herford (HK/pjs). Statt der erwarteten 200  sind bis Dienstagnachmittag  178 Flüchtlinge in der Notunterkunft in der ehemaligen Harewood-Kaserne angekommen. Die Stadt Herford lädt Nachbarn des Areals  für Mittwochabend zu einer Informationsveranstaltung ein. Beginn ist um 19.30 Uhr in der Christuskirche, Glatzer Straße 5d.

In mehreren Sprachen werden  Flüchtlinge in der Unterkunft informiert.
In mehreren Sprachen werden Flüchtlinge in der Unterkunft informiert.

Fachleute der Bezirksregierung, der Stadt, der Polizei und anderer Institutionen wollen die Anwohner  über die Gründe zur Einrichtung der Notunterkunft informieren. Sie stehen außerdem für Fragen zum Betrieb der Unterkunft und zur aktuellen Situation zur Verfügung.

Unter den 178 Flüchtlingen sind nach Angaben von Einsatzleiter   Dr. Peter Böhm  19 Frauen und neun Kinder. Die Asylsuchenden kommen aus Syrien, Bangladesh, Pakistan, Afghanistan, Indien, Iran, Irak, Libanon, Somalia, Mazedonien und Serbien.  Bei ihrer Versorgung  gebe es bislang keine Probleme: »Das klappt  wunderbar«, sagte Dr. Böhm. Bis auf 25  seien alle Flüchtlinge bereits offiziell registriert worden.  Ärzte hätten die Neuankömmlinge  auf ihren Gesundheitszustand gecheckt, die Flüchtlinge  würden  auch vorsorglich geröntgt.

Deren Betreuung haben am Montag die DRK-Betreuungsdienste Westfalen Lippe  von den ehrenamtlichen Rotkreuz-Helfern aus dem Kreis Herford übernommen. Kommissarischer Leiter ist Maximilian Nitschmann, der bereits die Unterkunft Bad Salzuflen führt. »Wir haben erfahrene Mitarbeiter im Einsatz und sind in Herford schon fast im Regelbetrieb«, sagte er. Verständigungsprobleme  habe es   nicht gegeben.  Zum Aufbau und Betrieb des Standortes in Herford sucht das DRK noch  25 Mitarbeiter – darunter   Einrichtungsleitung,  Sozialbetreuer, Erzieher, Gesundheits- und Krankenpfleger, Hausmeister und Helfer im Küchenbereich.

Das  Ordnungsamt   hat   in der Saarstraße im Bereich der Kaserneneinfahrt sicherheitshalber  ein Haltverbot eingerichtet. Die Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung wird   heute aufgehoben. »Die Spendenbereitschaft der Bürger ist groß«, sagte Dr. Böhm. Er betonte aber, dass in der Unterkunft keine Spenden angenommen werden. Hilfsangebote sollten per E-Mail (notunterkunft@herford.de) an die Stadt gerichtet werden.

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