Chlorung für Freitag geplant – Trinkwasser muss weiter abgekocht werden Ursache für verschmutztes Trinkwasser wahrscheinlich geklärt

Herford (WB). Die vorläufigen Ergebnisse der am Mittwoch entnommenen Trinkwasserproben liegen vor. Das Labor in Mühlheim hat als Keimherd ein Wasserwerk in Steinbeck ausgemacht. Die Stadtwerke Herford haben eine plausible Theorie, woher diese Keimbelastung stammen könnte.

Die ersten Keime tauchten in Steinbeck am 8. Juli, die zweiten Keimbefunde am 28. Juli 2015 auf. Kurz vor beiden Terminen hatte es Starkregen gegeben, was die Vermutung zulasse, dass es eine Verunreinigung, vermutlich durch ein Leck ausgelöst, gegeben hat. »Wenn man sich nun über den gesamten Zeitraum die Probenergebnisse anschaut, dann ist die Keimbelastung an diesen beiden Terminen auffällig, zudem klingt die Keimbelastung zum jetzigen Zeitpunkt wieder ab«, so die Stadtwerke in einer Presseerklärung.

Alle weiteren Maßnahmen konzentrieren sich nun auf das Wasserwerk Steinbeck. Dort wurden weitere Proben entnommen. Zudem wird die Anlage samt unterirdisch verbauter Teile mit besonderer Technik inspiziert und getestet.

Um die Verbraucher zu schützen, wird das Herforder Trinkwasser auf Veranlassung des Kreisgesundheitsamtes mit Chlor desinfiziert. Die Dosierhöhe liegt dabei unterhalb des zugelassenen Grenzwertes. Die Chlorung wird voraussichtlich am Freitag durchgeführt. Informationen zum genauen Zeitpunkt werden noch bekannt gegeben.

Das Trinkwasser muss weiterhin abgekocht werden, betonen die Stadtwerke. Auch über den Beginn der Chlorung hinaus, da es dauere, bis sich die Chlorung im gesamten Rohrnetz verbreitet habe.

Die Stadtwerke Herford informieren auch auf ihrer Homepage. Der Kundenservice sei rund um die Uhr erreichbar .

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