Künstler Mark Dion plant Installation mit Bibliothek Marta sucht Holzhütte für Ausstellung

Herford (HK). Auf eine ungewöhnliche Leihgabe seitens der Bevölkerung hoffen Marta-Kurator Dr. Michael Kröger und der amerikanische Künstler Mark Dion. Für eine Installation wird eine Holzhütte mit einer Grundfläche von etwa drei bis vier Metern gesucht.

Von Hartmut Horstmann
Holzhütten gibt es viele – so diese  am Gänsemarkt. Mark Dion sucht etwas Vergleichbares für eine Installation.
Holzhütten gibt es viele – so diese am Gänsemarkt. Mark Dion sucht etwas Vergleichbares für eine Installation. Foto: Hartmut Horstmann

Die Holzhütte wird Teil einer Ausstellung, die als »Retrospektive« vom 24. Oktober bis zum 7. Februar zu sehen ist.

Mark Dion, der unter anderem 2012 an der Documenta teilgenommen hat, ist bekannt für raumgreifende Installationen. In ihnen thematisiere er das Verhältnis von Mensch und Umwelt, sagt Kurator Kröger. Die für die Ausstellung gesuchte Holzhütte will der Künstler als eine Art Bibliothek einrichten.

Das Marta hofft jetzt auf einen  Besitzer, der auf seine Hütte leihweise für ein paar Monate verzichten kann. Wichtig ist, dass das kleine Haus leicht abgebaut werden kann. Modalitäten hinsichtlich des Auf- und Abbaus sind mit dem Marta-Team zu klären.  Hinsichtlich des Erscheinungsbildes bevorzugt der Künstler eine Hütte mit Gebrauchsspuren. Eine neue hochglanzlackierte Variante werde nicht benötigt, heißt es.

Vergleichbares inszenierte Mark Dion 2008 für die  Ausstellung »Concerning Hunting«. Sie enthielt Jagdhütten, die mit Gegenständen aus dem Bereich Jagd ausgestattet waren. Eine der Hütten diente als Bibliothek.

Der Künstler arbeitet oft mit Leihgebern vor Ort zusammen, erläutert Kröger. So stelle ein Gutsbesitzer für die Marta-Ausstellung Jagd-Utensilien zur Verfügung. Zum Prozedere sagt der Kurator: »Bevor die Hütte abgebaut wird, machen wir ein Foto und schicken es dem Künstler. Dieser entscheide dann, ob die Hütte geeignet sei.

Wer Interesse hat, kann sich per Mail an den Kurator wenden: michael.kroeger@marta-herford.de

Kommentare

wie bitte???

Marta sucht. Die haben doch so viel Sperrmüll, da muss doch sowas dabei sein. Und bei den hunderttausenden Besuchern jeden Tag, alle Zufahrtstraßen zur HAHAHansestadt Herford sind total dicht, weil alle jeden Tag das Marta besuchen. Und bei den tagtäglichen Millioneneinnahmen haben die keinen Cent über für so eine Holzhütte. Und das soll dann Kunst sein? Dann ist ja jeder Baumarkt ein Marta. So viel Kunst ist dort. Oder jede Mülldeponie ist Kunst.

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