40-jähriger Herforder muss in eine Psychiatrische Klinik »Brandstiftung war ein Hilferuf«

Herford (WB/kop). Sascha M. wollte ins Gefängnis oder in ein Gefängniskrankenhaus. Nun hat er sein Ziel erreicht. Das Landgericht Bielefeld verurteilte den 40-jährigen Herforder am Montag wegen schwerer Brandstiftung zu einer dreijährigen Freiheitsstrafe.

Von Karin Koteras-Pietsch
Sascha M. – hier am ersten Prozesstag – wurde von Anwalt Andreas Chlosta verteidigt.
Sascha M. – hier am ersten Prozesstag – wurde von Anwalt Andreas Chlosta verteidigt. Foto: Bernhard Pierel

Gleichzeitig wurde die Unterbringung  in einer psychiatrischen Klinik angeordnet. Sascha M. hatte im Oktober vergangenen Jahres seine Wohnung in einer städtischen Unterkunft angezündet und gleichzeitig angekündigt, damit seinen Nachbarn töten zu wollen. Sein Ziel: ins Gefängnis zu kommen.

Das sei keine Straftat gewesen, sondern ein Hilferuf, urteilte das Gericht. Sascha M. sei stark alkohol- und medikamentenabhängig. Er habe dringend versucht, ärztliche Hilfe zu bekommen. Ohne Erfolg. Deshalb habe er keinen anderen Ausweg mehr gesehen.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Dienstagsausgabe des WESTFALEN-BLATTES, Lokalausgabe Herford.

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