Maßnahme soll für Lärmschutz auf Herforder und Bünder Straße sorgen Tempo 30 kommt

Hiddenhausen (WB). Der Hiddenhauser Rat hat sich für ein ungewöhnliches Verkehrsexperiment ausgesprochen: Auf den beiden Haupttrassen, die durch die Gemeinde führen, soll das Tempo innerhalb der Ortsdurchfahrten von 50 auf 30 Stundenkilometer reduziert werden.

Von Curd Paetzke
Verkehrsexperiment in Hiddenhausen: Der Rat der Großgemeinde hat dafür gestimmt, auf den Hauptverkehrsadern Bünder Straße und Herforder Straße innerhalb der Ortsdurchfahrten das Tempo von 50 auf 30 Stundenkilometer zu drosseln.
Verkehrsexperiment in Hiddenhausen: Der Rat der Großgemeinde hat dafür gestimmt, auf den Hauptverkehrsadern Bünder Straße und Herforder Straße innerhalb der Ortsdurchfahrten das Tempo von 50 auf 30 Stundenkilometer zu drosseln. Foto: dpa

Die auf ein Jahr befristete Regelung betrifft die B 239 (Herforder Straße) in Schweicheln sowie die L 545 (Bünder Straße) in den Ortsteilen Sundern, Lippinghausen und Eilshausen. Hintergrund der Aktion ist das immens hohe Verkehrsaufkommen: Über die B 239 wälzen sich mehr als 15000 Fahrzeuge am Tag, mehr als 20000 sind es auf der L 545.

Probleme bereitet der hohe Anteil von Lastwagen auf den Verkehrsadern: 1500 Lkw sind es täglich auf der Herforder Straße und 2500 auf der Bünder Straße. Messungen haben zudem ergeben, dass für die Anlieger ein Anspruch auf Lärmschutz besteht, da hier laut Gutachter »die Schwelle der Zumutbarkeit überschritten wird«.

Die CDU stimmte im Rat gegen das Vorhaben: Die Christdemokraten befürchten, dass sich der Verkehr dann in benachbarte Kommunen verlagert. Ob der Tempo-30-Versuch noch in diesem Jahr startet, steht nach Angaben von Hiddenhausens Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer noch nicht fest. Zunächst müssten Gespräche mit dem Landesbetrieb Straßen NRW geführt werden.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Samstagsausgabe des WESTFALEN-BLATTES, Lokalausgabe Herford.

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