Suchtkranker steckt Wohnung in Brand und gefährdet Hausbewohner »Ich wollte nicht morden!«

Herford (WB/hil). Wegen Verdachts des versuchten Mordes steht seit gestern ein 40-jähriger Herforder vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Suchtkranken vor, dass er mit der Brandstiftung in der städtischen Unterkunft an der Werrestraße seinen verhassten Nachbarn umbringen wollte.

Sascha M. ist wegen versuchten Mordes angeklagt. Sein Anwalt Andreas Closta sieht die Brandstiftung seines suchtkranken Mandanten eher als Verzweiflungstat.
Sascha M. ist wegen versuchten Mordes angeklagt. Sein Anwalt Andreas Closta sieht die Brandstiftung seines suchtkranken Mandanten eher als Verzweiflungstat. Foto: Bernhard Pierel

Er selbst behauptet, dass er verhaftet werden wollte – quasi aus Schutz vor sich selbst und weil er mit seiner Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit nicht mehr weiter wusste. Zahlreiche Klinikaufenthalte und Therapien hätten ihm nicht geholfen.

Vor der Polizei hatte er nach dem Brand noch ausgesagt, dass auch sein Nachbar verbrennen sollte – er habe sich von ihm terrorisiert gefühlt. Gestern aber rückte er von diesem Geständnis ab: »Ich war an dem Tag so zugedröhnt und verzweifelt. Ich wollte doch nicht morden.« Weitere fünf Verhandlungstage sind angesetzt, mit dem Urteil wird erst im Juni gerechnet.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Donnerstagsausgabe des WESTFALEN-BLATTES, Lokalausgabe Herford.

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