77-Jährige bringt mögliche Giftköder zur Polizei »Ärger nicht an den Tieren auslassen«

Herford (WB). Jeden Morgen spaziert Barbara Liebisch mit ihrem Rauhaardackel Kalle die Ahmser Straße entlang. Doch am Karfreitag machte die 77-Jährige während des Gassi-Gehens am Kreisel Ahmser Straße/Hohe Warth eine ungewöhnliche Entdeckung. »An mehreren Stellen lagen kleine Würstchen«, erzählt sie und zeigt auf eine Hecke am Gehweg.

Von Ann Christin Lüke
Barbara Liebisch zeigt den Ort an der Ahmser Straße, wo sie die Würstchen während des Gassi-Gehens mit Dackel Kalle entdeckt hat.
Barbara Liebisch zeigt den Ort an der Ahmser Straße, wo sie die Würstchen während des Gassi-Gehens mit Dackel Kalle entdeckt hat. Foto: Ann Christin Lüke

Die Senioren reagierte schnell und sorgte dafür, dass Hund Kalle nichts von den Nürnbergern und Bratwürsten fraß. Als die Würstchen am Folgetag immer noch dort lagen, nahm sich Barbara Liebisch ein Herz und sammelte sie auf, um sie zur Polizei zu bringen. Insgesamt fand sie 20 Würstchen.

Polizei will Würstchen untersuchen

Die Polizei will die Würstchen nun untersuchen lassen, um festzustellen, ob es sich möglicherweise um Giftköder handelt. Dass jemand das Fleisch einfach nur illegal entsorgt hat, halten die Beamten für unwahrscheinlich. Dafür lagen die Würstchen zu weit verstreut.

Auch wenn sich der Verdacht erst noch bestätigen muss, ist Barbara Liebisch sehr besorgt: »In der Nachbarschaft gibt es viele Hunde, aber es hat bislang noch keine Beschwerden gegeben«, sagt sie. »Wer sich über uns ärgert, soll mit uns reden und seine Wut nicht an den Tieren auslassen«, fordert sie.

Hundebesitzer sollten besonders vorsichtig sein

Es wäre nicht das erste Mal, dass Giftköder in diesem Gebiet auftauchen. Bereits im Januar war ein belgischer Schäferhund an der Schobecke mit einem Köder getötet worden. Hundebesitzer sollten beim Gassi-Gehen derzeit daher besonders vorsichtig sein.

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