Polizei im Dauereinsatz – Unfall in Enger mit zwei Schwerverletzten 17 Unfälle wegen Straßenglätte

Herford (WB). Plötzlich auftretende Straßenglätte hat in Teilen des Kreises Herford zu zahlreichen Verkehrsunfällen geführt. Insgesamt nahm die Polizei bis 08:30 Uhr 17 Verkehrsunfälle auf. Sämtliche Einsatzfahrzeuge waren pausenlos im Einsatz.

Viele Glatteis-Unfälle im Kreis Herford: Die Polizei war am Dienstagvormittag im Dauereinsatz.
Viele Glatteis-Unfälle im Kreis Herford: Die Polizei war am Dienstagvormittag im Dauereinsatz. Foto: Kathrin Weege

Der schwerste Unfall ereignete sich in Enger auf der Jöllenbecker Straße. Ein 22-Jähriger aus Enger fuhr kurz vor sieben Uhr mit seinem Smart in Richtung Bielefeld. In Höhe der Südstraße verlor er aufgrundder Straßenglätte die Kontrolle über sein Fahrzeug und schleuderte in den Gegenverkehr. Dort kollidierte er frontal mit einem entgegenkommenden Pkw eines 51-Jährigen Bielefelders. Im Anschluss prallte ein 55-jähriger Pkw-Fahrer aus Enger in den Smart, der auf seine Richtungsfahrbahn zurückgeschleudert war.

Der Fahrer des Smart und der 51-jährige Bielefelder Pkw-Fahrer wurden bei dem Unfall schwer verletzt und in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Die Jöllenbecker Straße wurde für die Dauer der Unfallaufnahme für etwa zwei Stunden komplett gesperrt.

Kommentare

Was ist mit der Verkehrssicherungspflicht?

... das waren ja katastrophale Zustände heute Morgen im Kreis Herford? War der Winterdienst im Urlaub?

Jetzt wende niemand ein, es ist halt Winter und da kann es mal glatt sein. Ich frage mich, warum für zig Millionen Euros Räum- und Streufahrzeuge und Salz vorgehalten werden und trotzdem so ein Chaos wie heute im Kreis Herford ausbrechen muss. Das sind meines Erachtens Experimente an lebenden Menschen. Muss erst jemand sterben, bevor VORBEUGEND Salz auf die Fahrbahn gestreut wird? Die Wetterlage war jedem, der damit zu tun hat, seit Stunden bekannt!

Wenn ich vor unserem Haus keinen Schnee räume und die Glätte beseitige (ganztägig, obwohl berufstätig!) und sich die sprichwörtliche Oma ein Bein bricht, obwohl sie weiß, dass es Winter ist und es glatt sein könnte, darf ich zahlen, unter Umständen lebenslang.

Der Kreis Herford (oder die zuständigen öffentlichen Stellen) darf jedoch offensichtlich schlafen und solange warten, bis es kracht.

Also: Entweder den Wintermaschinenpark abschaffen und damit Steuern sparen, dann weiß jeder Bescheid, es wird nicht geräumt oder gestreut. Oder RECHTZEITIG ausrücken.

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