Marta als Museum des Jahres 2014 ausgezeichnet Kunst und Architektur im Einklang

Herford (WB). Das Marta ist jetzt ganz offiziell Museum des Jahres 2014: Am Sonntag wurde der Preis verliehen. Hunderte von Menschen drängten sich im Marta-Forum, um einen Blick auf die Preisverleihung zu erhaschen.

Von Ruth Matthes
Marie Luise Syring, Präsidentin der AICA Deutschland, überreicht Urkunde und Buchgeschenk an Roland Nachtigäller.
Marie Luise Syring, Präsidentin der AICA Deutschland, überreicht Urkunde und Buchgeschenk an Roland Nachtigäller. Foto: Ruth Matthes

Der große Saal reichte bei Weitem nicht aus, um die Menge zu fassen. »Wir hatten mit vielen Besuchern gerechnet, aber mit einem solchen Ansturm nicht«, stellte Marta-Leiter Roland Nachtigäller bei der Begrüßung erfreut fest. Auch zwei Fernsehteams hatten sich angesagt. Erstmals gab es eine Übertragung im Internet-Portal Youtube. Angesichts dieses großen Interesses, so Bürgermeister Tim Kähler, müsse nun auch der letzte Marta-Kritiker einsehen, welch positive Bedeutung Marta für das Image und die Wirtschaft der Stadt habe.

Vorbildliches Konzept

Die Vorsitzende des Internationalen Kunstkritikerverbandes AICA Deutschland, Maria Luise Syring, wies in ihrer Laudatio auf die einzigartige Verbindung von Kunst und Architektur in diesem Gehry-Gebäude hin. »Wir vergeben die Auszeichnung Museum des Jahres 2014 an das Marta, weil wir der Meinung sind, dass die Arbeit dieses Museums auf beeindruckende Weise zeigt, wie die Erfahrung und Vermittlung zeitgenössischer Kunst mit einer außergewöhnlichen Architektur in Einklang zu bringen ist«, erklärte sie.

Das Museum habe in den zehn Jahren seines Bestehens ein Ausstellungsprogramm entwickelt, das der Ausrichtung des Hauses auf die Präsentation von Kunst und Design gerecht werde. Der Sammlungsbestand werde dementsprechend erweitert. Das Begleitprogramm sei vielfältig, die pädagogische Arbeit beziehe alle Alters- und Bevölkerungsgruppen mit ein. Dies sei vorbildlich in einer Zeit, in der es in der Kunstszene oft um die große Show oder den sensationellen Preis von Kunstwerken gehe.

Ausstellung »Frida Kahlo – ihre Fotos« eröffnet

Nachtigäller bedankte sich bei der AICA, aber auch bei seinem gesamten Team, das dieses Ausstellungsprogramm möglich mache und besonders bei Geschäftsführerin Helga Frantzen, die nicht nur eine Frau der Finanzen sei, sondern auch eine» leidenschaftliche Verfechterin der Kunst«.

Zum Abschluss eröffnete er die Ausstellung »Frida Kahlo – ihre Fotos«, die bis 10. Mai in der Galerie gezeigt wird. Das Interesse an der mexikanischen Künstlerin war so groß, dass die Besucher nur gruppenweise eintreten durften. Sie standen geduldig an. Zum Auftakt des Jubiläumsjahres gab es zudem ein offenes Kunstangebot für Familien, zahlreiche Führungen und eine Film-Dokumentation über Frida Kahlo. »Kunstsprecher« beantworteten Fragen zur Ausstellung.

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