Stadt bereitet sich auf weitere Zuweisungen von Asylbewerbern vor Neue Flüchtlinge in der Ulmenstraße?

Herford (WB). Werden demnächst erneut Flüchtlinge in der Ulmenstraße untergebracht? Nach Informationen dieser Zeitung bereitet sich die Stadt Herford jedenfalls auf die Aufnahme einer größeren Zahl zusätzlicher Asylbewerber vor.

Von Peter Schelberg
Mehr als 300 Flüchtlinge wurden im September kurzfristig in Wohnblocks in der Ulmenstraße einquartiert.
Mehr als 300 Flüchtlinge wurden im September kurzfristig in Wohnblocks in der Ulmenstraße einquartiert. Foto: Ralf Meistes

Eine mögliche Option soll dabei auch die Anmietung von Mehrfamilienhäusern in der Ulmenstraße sein, hieß es aus gewöhnlich gut unterrichteten Quellen. Die Wohnblocks waren ab September 2014 bereits zeitweise als Notunterkunft genutzt worden. Damals hatte die Bezirksregierung Arnsberg der Stadt überraschend 326 Flüchtlinge zugewiesen.

Aus dem Rathaus gab es zu einer möglicherweise kurzfristig bevorstehenden Reaktivierung von Immobilien in der Ulmenstraße zur Unterbringung von Flüchtlingen gestern keine Stellungnahme. Nach Informationen dieser Zeitung soll die vom Land festgelegte und immer wieder aktualisierte Aufnahmequote für die Stadt Herford allerdings zwischenzeitlich in der Größenordnung von 70 Flüchtlingen liegen.

Für dieses Kontingent müssten demnach zeitnah Unterkünfte im Stadtgebiet gefunden werden. Die von der Stadt angestrebte dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen, die im Rahmen der regulären Aufnahmequote zugewiesen werden, ist offenbar nur noch eingeschränkt möglich. Vor dem Hintergrund europaweit steigender Flüchtlingszahlen muss die Verwaltung also Alternativen finden – auch, um für den Fall gerüstet zu sein, dass die Bezirksregierung eine größere Anzahl Flüchtlinge zuweist.

Verwaltungsintern soll neben der Anmietung von Wohnblocks unter anderem die – zumindest zeitweilige – Unterbringung Hilfesuchender in einer Sporthalle angedacht worden sein.

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