Engeraner sollen für Theaterprojekt aus Enger erzählen Geschichten gesucht

Enger (WB). »Wir möchten die Wurzeln der ostwestfälischen Seele aufspüren und suchen nach den Leidenschaften der Engeraner, die sicher in ganz vielen Lebensbereichen zu finden sind«, erklärt Monika Guist, Vorsitzende des Kreisheimatvereins die Intention hinter einem Theaterprojekt. Dieses soll anlässlich des elften Kreisgeschichtsfests auf die Beine gestellt werden.

Von Daniela Dembert
Laden zum Mitwirken beim Theaterprojekt für das Kreisgeschichtsfest am 1. und 2. September ein: Regisseur Gunther Möllmann, Choreographin Christine Grunert, Kreisheimatvorsitzende Monika Guist und Pfarrer Eckhardt Koch.
Laden zum Mitwirken beim Theaterprojekt für das Kreisgeschichtsfest am 1. und 2. September ein: Regisseur Gunther Möllmann, Choreographin Christine Grunert, Kreisheimatvorsitzende Monika Guist und Pfarrer Eckhardt Koch. Foto: Daniela Dembert

Gemeinsam mit dem Theaterregisseur Gunther Möllmann und der Choreographin Christine Grunert hat Guist interessierte Bürger ins Gemeindehaus der Stiftskirche geladen und fragt nach Posaunenchören, Widukind, dem Forum Enger, dem Tangotanzen, der bekannten Rockband und weiteren Gruppen und Institutionen, die aus Leidenschaft entstanden, und mit eben solcher bestritten werden.

Die Runde kommt ins Erzählen

Zunächst herrscht Ratlosigkeit. Nicht viel Monumentales fällt den Anwesenden ein, das sie für würdig erachten, in Szene gesetzt zu werden. Bescheiden, gefasst, typisch ostwestfälisch eben.

Aber Guist, Möllmann und Grunert stochern weiter und die Runde kommt ins Erzählen. Über das Forum und die Stimmung, die den spelunkigen Musikkeller prägte, über den Querkopf Wilhelm von Enger und über die gute Seele Zilli. Und ist es nicht auch eine Form der Leidenschaft, wenn der Pfarrer nach der Mitternachtsandacht am Heiligen Abend sagt: »Wir sehen uns nachher im Forum!«?

»Nach unserem ersten Konzert ging es beim Verbraten der Gage wesentlich leidenschaftlicher zu als zuvor auf der Bühne«, wiegelt Percy-Gitarrist Heinz-Wilhelm Ebke schmunzelnd ab. Diese Geschichten sind es, die das Team um Monika Guist in Szene setzen und für die Besucher des Kreisgeschichtsfests erlebbar machen möchte.

Engeraner sollen Geschichten erzählen

In kleinen Theatersequenzen soll die jüngere, aber auch die ältere Engeraner Geschichte mit ihren Posaunenkreisen, den zahlreichen Vereinen und Hilfsorganisationen dargestellt werden.

Hierfür werden weitere Ideen gesucht. Die Engeraner selbst bestimmen das Programm und dürfen sich als Darsteller, Bühnengestalter und Mitglieder des Bewegungs-Chors einbringen. »Ich stelle mir eine Menge von Menschen vor, die durch leichte Alltagsbewegungen gemeinsam die Stimmung der Szenen unterstreicht«, erläutert Christine Grunert. Außerdem werden Personen gesucht, die die Szenen moderieren oder westfälische Sagen und Märchen erzählen.

Menschen mit künstlerischen Begabungen sind willkommen

»Wirklich jeder kann mitmachen. Wir sorgen in jedem Fall dafür, dass sich auch Laien in der Inszenierung gut fühlen. Die Geschichten Engers können nur von den Engeranern erzählt werden. Menschen mit jeglichen künstlerischen Begabungen sind uns ebenfalls willkommen«, ermuntert Möllmann.

Die Proben beginnen am Montag, 9. April, und finden wöchentlich von 19 bis 21 Uhr statt. Nähere Infos gibt es beim Kreisheimatverein: kreisheimatverein@kreis-herford.de , Telefon: 05221/131460.

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