Schlittschuh-Spaß auf eigene Gefahr – Enger Bruch wird zum Winter-Wunderland Eishockey auf dem Hücker Moor

Enger/Spenge (WB). Die Kälte hat die Region im Griff. Sonnenstrahlen und Eislaufen sorgen dennoch für gute Laune.

Von Jan Gruhn
Eishockey-Spieler Philipp Brinkmann und Hündin Paula testen die Eisfläche im Hücker Moor. Verboten ist das laut Stadt und Kreis nicht. Aber das Betreten erfolgt auf eigene Gefahr.
Eishockey-Spieler Philipp Brinkmann und Hündin Paula testen die Eisfläche im Hücker Moor. Verboten ist das laut Stadt und Kreis nicht. Aber das Betreten erfolgt auf eigene Gefahr. Foto: Jan Gruhn

Knackige acht Grad unter Null zeigt das Thermometer am Dienstagmorgen am Hücker Moor an. Die Wasseroberfläche ist bedeckt von einer dicken Eisschicht. »Natürliches Eis ist schon das beste«, meint Philipp Brinkmann (24). Der Verteidiger des Eishockey-Regionalligisten Herforder EV freut sich über die Minusgerade und testet zusammen mit Hündin Paula gleich die Schlittschuhe auf dem zugefrorenen See.

Auf eigene Gefahr!

Die Vierbeinerin jagt mit sichtlichem Spaß dem orangenen Ball hinterher, den Herrchen mit dem Schläger vor sich her treibt. Allein das Bremsen auf vier Pfoten klappt nicht so ganz. Direkt verboten ist das Betreten des Eises laut Stadt Spenge und Kreisverwaltung nicht. Aber eine offizielle Freigabe gebe es ebenso wenig, so beide Behörden auf Anfrage. Also heißt es: auf eigene Gefahr!

Ziemlich frisch ist es auf dem Wochenmarkt in Enger. Wer Gemüse kaufen will, muss unverrichteter Dinge wieder abziehen: Dieser Stand fehlt an diesem Morgen kältebedingt. »Unserem Geflügel macht das nichts aus«, meint Nils Thenhaus. Gemeinsam mit Mitarbeiterin Leyla Palit steht er dick eingemummelt hinter der Theke. »Wir haben zwar eine Kühlanlage. Aber die ist heute noch nicht angesprungen.« Man merke schon, dass viele Kunden aufgrund der Witterung nicht auf den Markt gingen. »Aber diejenigen, die kommen, kaufen viel! Dieses Wetter regt den Appetit an«, freut sich Thenhaus.

Sonnenlicht im Winter-Wunderland

Im Enger Bruch ist trotz der harten Außenbedingungen etwas los: So drängt sich eine große Gruppe Blesshühner auf einem kleinen Teil der Wasseroberfläche, der noch nicht zu Eis erstarrt ist. Mario Lechtermann ist wenige hundert Meter weiter mit seinem Hund unterwegs. »Eigentlich wollte ich hier nicht hergehen. Es zieht ganz schön«, sagt er. Aber das ins Sonnenlicht getauchte Winter-Wunderland entschädigt ihn für die Bibberei.

Zwei Männer, die in der Nähe gerade Baumfällarbeiten vornehmen, lassen sich von der Kälte nichts anhaben: »Es ist doch wunderbar, hier im Freien zu arbeiten. Man darf bloß nicht stehen bleiben.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.