Arbeitskreis sucht alte, private Filmaufnahmen aus den Anfängen Kirschblütenfest als Filmrevue

Enger (WB/kan). Wenn in diesem Jahr das Kirschblütenfest zum 40. Mal in Enger gefeiert wird, soll auch einmal »zurückgespult« werden. Als Film soll eine Reise durch die vergangenen vier Jahrzehnte entstehen. Dafür werden alte private Filmaufnahmen gesucht, vor allem aus den Anfängen des Fests Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre.

Werner Brakensiek sucht alte Filme.
Werner Brakensiek sucht alte Filme. Foto: Frauke Kanbach

Wenn in Enger Bilder und Filme gesucht werden, ist Werner Brakensiek der richtige Ansprechpartner. Er ruft die Engeraner auf, auf dem Dachboden, im Keller oder in Schränken nach alten Filmschätzen zu suchen: »Wir suchen insbesondere Filmaufnahmen auf Super-8, Normal-8 oder 16-mm-Filme ab dem Jahr 1978. Bitte keine Videos, davon gibt es genug«, sagt er. Entstehen soll eine Dokumentation über die unterschiedlichen Aktivitäten auf dem Kirschblütenfest: von der Wahl der Kirschblütenfee über Aufnahmen von Fahrgeschäften und Buden bis hin zu den Bühnenauftritten verschiedener Akteure. »Es wird einem die Entwicklung des Kirschblütenfests vor Augen geführt«, ist Werner Brakensiek überzeugt.

Digitalisierung kostenlos

Das Team der Filmwerkstatt wird in Zusammenarbeit mit Brakensiek und dem Sanitärbetrieb Gödecker & Eichenberger das Material sichten und digitalisieren. »Das Digitalisieren der Filme ist kostenlos«, weist Brakensiek darauf hin, dass die Besitzer ihre Filme natürlich wiederbekommen. Anschließend werde das ausgewählte Material dann zusammengefügt.

Der 67-Jährige erinnert sich an die Anfänge des Kirschblütenfests, als es noch eine reine Autoschau gewesen sei. Schnell hätten viele andere Akteure beim Fest mitmachen wollen, so dass es sich mehr und mehr zu einem Stadtfest entwickelt habe, das heute nicht nur fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders in Enger, sondern der Höhepunkt des Stadtlebens sei. Er erinnert sich an Attraktionen wie Hubschrauberflüge und Ballonfahrten in der Innenstadt. »Das wäre heute nicht mehr möglich«, meint Brakensiek.

Fest vom 27. bis 29. April

Trotz steigender (Sicherheits-)Auflagen, damit verbundenen Kosten und zunehmenden Arbeitsaufwandes findet Brakensiek es wichtig, dass das Kirschblütenfest weiter besteht. »Das Fest ist ein großes Wiedersehen für viele Engeraner, die nicht mehr hier leben, aber zum Kirschblütenfest immer wieder in die Stadt kommen, um Freunde und Familie zu treffen und zu feiern«, sagt er.

Werner Brakensiek hofft auf viele alte Filmaufnahmen und freut sich auf das Sichten. Wer solche Filmaufnahmen hat, wie sie gesucht werden, kann sie bei Werner Brakensiek (Meller Straße 46) oder in der Filmwerkstatt in Bielefeld, Eibenweg 19a, abgeben. Gezeigt werden soll die Reise durch die vergangenen vier Jahrzehnte dann auf einer Großbildleinwand während des Kirschblütenfests vom 27. bis 29. April.

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