Vortrag bei Bockermann Fritze: Digitaler Wandel und weibliche Fachkräfte sind Thema Digitaler Wandel und Familienfreundlichkeit: »Deutschland liegt zurück«

Enger (WB/jmg). Wie kann die Digitalisierung das Potenzial weiblicher Fachkräfte freilegen? Diese Frage wurde am Mittwochnachmittag im Ingenieurbüro Bockermann Fritze diskutiert.

Birgit Wintermann von der Bertelsmann-Stiftung spricht über Digitalisierung und das potenzial weiblicher Fachkräfte.
Birgit Wintermann von der Bertelsmann-Stiftung spricht über Digitalisierung und das potenzial weiblicher Fachkräfte. Foto: Jan Gruhn

Das Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL hatte zu der Veranstaltung eingeladen. Zu den Referenten gehörte auch Hausherr Dr. Klaus Bockermann. »Es macht uns stolz, dass wir als gutes Beispiel dienen können«, so der Geschäftsführer der Ingenieur-Consult GmbH. Denn: 48 Prozent der 135 Angestellten dort sind Frauen. »Technische Berufe als Männerdomäne – das ist völlig überholt.«

Wollen weibliches Potenzial mit Blick auf die Digitalisierung freilegen (von links): Referentin Birgit Wintermann, Klaus Bockermann, Simona Langenberg (Gleichstellung Kreis Herford), Meike Stühmeyer-Freese und Petra Biernot (Regionalagentur). Foto: Jan Gruhn

»Es braucht eine bestimmte Haltung«

Als Expertin für den Zusammenhang von Digitalisierung und Familienfreundlichkeit sprach Birgit Wintermann. Die Projektmanagerin der Bertelsmann-Stiftung setzt sich seit Jahren damit auseinander: »Es braucht eine bestimmte Haltung, um digital zu arbeiten.«

Auffällig sei laut Wintermann, dass besonders mitarbeiterfreundliche Unternehmen auch dem digitalen Wandel besonders offen gegenüberstünden. Und das bedeute zum Beispiel nicht nur, dass Mitarbeiter von Zuhause aus tätig sein, sondern auch private Dinge während der Arbeitszeit erledigen könnten.

Starker Mittelstand als Chance

»Deutschland liegt zurück«, sagt Wintermann mit Blick auf die Digitalisierung. Dennoch sieht sie gute Chancen, dass in Ostwestfalen-Lippe mit zunehmender digitaler Evolution auch die Familienfreundlichkeit steige. »Hier ist der Mittelstand sehr stark«, weiß Wintermann. »Und dort wird in der Regel sehr mitarbeiterorientiert gedacht.« Neben Bockermann und Wintermann sprach an diesem Nachmittag auch Petra Biernot von der Regionalagentur OWL über die Fördermöglichkeiten, um den digitalen Wandel in der Personal- und Organisationsentwicklung zu unterstützen.

Das gastgebende Kompetenzzentrum OWL gehört zur in Bielefeld ansässigen Ostwestfalen-Lippe GmbH. Seine Aufgabe ist es nach eigenen Angaben, die beruflichen Chancen von Frauen und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in OWL zu verbessern.

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