Neujahrskonzert des Männergesangvereins Lohengrin – Maria da Vinci als Stargast Engeraner singen: »Es geht mir gut«

Enger (WB). Temperament hatte Hartmut Golücke dem Publikum versprochen, Temperament hat Maria da Vinci geliefert – aber hallo! Wie gut, dass die Gastgeber vom Männergesangverein Lohengrin ihrem Repertoire eine Frischzellenkur verpasst haben.

Von Thomas Meyer
Der Männergesangverein Lohengrin zeigt sich beim Neujahrskonzert hervorragend aufgelegt. Unter anderem singt der Chor: »Es geht mir gut«.
Der Männergesangverein Lohengrin zeigt sich beim Neujahrskonzert hervorragend aufgelegt. Unter anderem singt der Chor: »Es geht mir gut«. Foto: Thomas Meyer

So konnten die Sänger mit der Schweizer Schlagersängerin immerhin ansatzweise mithalten. Was nicht heißen soll, dass der letzte verbleibende Engeraner Männerchor bei seinem ersten Neujahrskonzert nicht hervorragend aufgelegt gewesen wäre. Im Gegenteil: Angespornt durch das Publikum, liefen die Sänger zur Höchstform auf, präsentierten die von Chorleiter Ingolf Klockmann eingeübten Stücke wie »Auf das Leben« der »Dorfrocker«, »Es geht mir gut« von Westernhagen und »Butterfly« mit Verve und hohem musikalischen Anspruch.

Klangfülle und Genuss

Letzteres Stück war es auch, das in der vollbesetzen Aula des Widukind-Gymnasiums endgültig das Eis brach und den Weg bereitete für die darauffolgenden Gast-Darbietungen.

Die Gäste, das war zunächst der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Wietersheim-Leteln, ein Orchester, das auch anspruchsvollste Kompositionen souverän interpretiert und von Rainer Reckling, dem jahrelangen »(Sp)Engerlinge«-Dirigenten, geleitet wird. Vom »Kaiserin Sissi«-Marsch über ein Doldinger-Medley bis zum »Lord of the Dance« sorgte der Musikzug für Klangfülle und Genuss.

Tuxhorn tanzt

Und dann kam Maria da Vinci – und wie sie kam! Im gelben Kleid, mit großer Geste und toller Stimme, wirbelnd und flirtend, haarscharf an der Grenze zum Frivolen. Künstlerische Professionalität zeigt sich am besten dann, wenn was schiefgeht. Als Maria da Vinci beim gemeinsamen Gesang mit dem Publikum zu »Mamma Maria« ihren Einsatz verpasste, trällerte sie »Life is life« taktgenau ins Mikrofon und tanzte ausgelassen durch die Reihen. Abgesehen davon lieferte sie eine mitreißende Show, verhalf dem stellvertretenden Bürgermeister Hans-Ulrich Tuxhorn zu einem Tarantella-Tanz auf der Bühne und verzauberte das Publikum mit Liedern auf Deutsch und Italienisch.

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