Sozialpraktikanten des WGE erfreuen Bewohner der Diakonie mit Konzert Neue Klänge für ältere Menschen

Enger (WB). Eigentlich sollten die acht Schüler des Widukind-Gymnasiums Enger (WGE) in ihrem Sozialpraktikum Menschen kennenlernen, die nicht ohne besondere Hilfe Anderer zurechtkommen. Die Zehntklässler machten aber noch mehr. Zusammen organisierten sie ein Konzert für ihre neuen Freunde.

Von Thomas Klüter
Die Sozialpraktikanten Ole Brinkjost (von links), Aljoscha Schlesier, Manuel Vaut und Jonah Gumbold geben ein kleines Konzert für die Bewohner des Blauen Hauses. Auch im Wohn- und Pflegezentrum an der Kesselstraße kam die Musik gut an.
Die Sozialpraktikanten Ole Brinkjost (von links), Aljoscha Schlesier, Manuel Vaut und Jonah Gumbold geben ein kleines Konzert für die Bewohner des Blauen Hauses. Auch im Wohn- und Pflegezentrum an der Kesselstraße kam die Musik gut an. Foto: Thomas Klüter

Drei Wochen waren die Schüler in den Alltag der Wohngruppe eingebunden. »Diesmal haben wir die Praktikanten nicht, wie sonst, in die normalen Schichten mit eingeplant«, erklärt Dorothea Reimann, Leiterin der Diakoniestation Enger. Stattdessen wurde jedem Schüler ein Bewohner zugeteilt, mit dem er Zeit verbringen und dem er helfen sollte. Dabei ist die eine oder andere Freundschaft entstanden. »Wenn mal einer der Schüler ein paar Minuten später kam, wurde gleich nachgefragt, ob er denn heute auch komme«, erzählt Reimann.

Bewohner hören gern Musik

In den gemeinsamen Gesprächen fanden die Schüler auch heraus, dass die Bewohner gern singen und Musik hören. Also entstand die Idee, ein kleines Konzert für die Bewohner zu geben, denn vier der acht Praktikanten können ein Instrument spielen. Also brachten sie ihre Instrumente mit. Aljoscha Schlesier und Jonah Gumbold ihre Trompeten, Ole Brinkjost seine Gitarre und Manuel Vaut ein E-Piano. Pia Woch, Hendrik Wittland, Benjamin Saure und Tayfun Arzmanlar entwarfen Einladungen und verteilten sie an die Bewohner des Blauen Hauses sowie des Wohn- und Pflegezentrums der Diakonie an der Kesselstraße. Insgesamt spielten die Praktikanten vier mal Lieder von Sam Smith, Christina Aguilera, aber auch von Leonard Cohen und Elvis Presley.

Nach ihrem Auftritt in der Wohngruppe spielten die Praktikanten noch in der Kesselstraße. »Dort haben die Schüler jeweils in den Eingangsbereichen der drei Häuser Musik gemacht und wer von den Bewohnern wollte, wurde dazugeholt oder konnte durch die offene Tür zuhören«, sagt Dorothea Reimann. »Unsere Bewohner freuen sich über das Engagement der Schüler.« Manche hätten zwar regelmäßig Besuch, andere aber nur selten.

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