Zwei Bewohnerinnen werden durch die starke Rauchentwicklung schwer verletzt Feuerwehr rettet zwei Frauen aus Haus

Enger (WB). Vermutlich ein Defekt in einem Fernseher hat am Sonntagnachmittag ein Feuer in der Kesselstraße in Enger ausgelöst. Durch die starke Rauchentwicklung wurde eine 93-Jährige lebensbedrohlich verletzt, eine 63-jährige Frau erlitt schwerste Rauchvergiftungen.

Von Kathrin Weege
Vermutlich ein defekter Fernseher hat in einer Wohnung in der Kesselstraße einen Brand ausgelöst. Zwei Bewohner des Hauses erlitten eine schwere Rauchvergiftung und mussten in Krankenhäuser nach Bünde und Herford gebracht werden.
Vermutlich ein defekter Fernseher hat in einer Wohnung in der Kesselstraße einen Brand ausgelöst. Zwei Bewohner des Hauses erlitten eine schwere Rauchvergiftung und mussten in Krankenhäuser nach Bünde und Herford gebracht werden. Foto: Kathrin Weege

Ein Nachbar hatte das Feuer gegen 14.50 Uhr entdeckt und umgehend Polizei und Feuerwehr verständigt. »Als wir am Einsatzort ankamen, konnten wir nichts mehr durch das Fenster erkennen, so verraucht war der Raum«, berichtete eine Polizistin. Ein Nachbar hatte bereits versucht, die Scheibe einzuschlagen. Erst die Feuerwehr aber konnte unter schwerem Atemschutzgerät in die Wohnung gelangen. »Wir haben sofort die beiden schon bewusstlosen Personen aus dem Haus gebracht und an den Notarzt übergeben. Eine Frau war in dem Raum, in dem das Feuer ausgebrochen war, eine andere haben wir im Flur gefunden«, erklärte Michael Rogowski, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Enger. Anschließend startete die Feuerwehr den Löschangriff, für den sie die Schläuche direkt durch das Wohnzimmerfenster im Erdgeschoss legte.

Alarm-Stufe 4 ausgelöst

Als die Feuerwehr mit dem Löschzug Enger und der Drehleiter aus Dreyen ankam, war die Lage zunächst so unübersichtlich, dass Alarm-Stufe 4 ausgelöst wurde. Es war nicht klar, ob sich neben den beiden Frauen noch weitere Personen im Haus befanden. »Alarm-Stufe 4 bedeutet eine Alarmierung aller Engeraner Gruppen«, informierte Rogowski. Dies konnte er jedoch nach kurzer Zeit zurücknehmen, da die etwa 40 Einsatzkräfte die zwei Frauen schnell aus dem Haus geholt und das Feuer unter Kontrolle bekommen hatten. Den verkohlten Fernseher beförderte die Feuerwehr aus der Wohnung. Sie untersuchte das Gebäude mit Wärmebildkameras nach Glutnestern und lüftete gründlich. »Das Wohnzimmer ist vorerst nicht mehr nutzbar, der Rest des Hauses aber noch bewohnbar«, meinte Rogowski.

93-Jährige in Lebensgefahr

Nach Informationen der Polizei wurde die 93-Jährige, bei der Lebensgefahr besteht, ins Bünder Lukas-Krankenhaus gebracht, die 63-Jährige kam mit schwersten Rauchvergiftungen ins Mathildenhospital in Herford. Rogowski wies noch einmal auf die Gefahr, die von Rauchentwicklung ausgeht, hin. »Rauch einzuatmen, kann binnen vier Minuten tödlich sein.« Abschließend untersuchte die Kriminalpolizei den Brandort.

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