Jugendzentrum Zebra: Kunstlandschaften malt mit Flüchtlingen Bilder sprechen viele Sprachen

Enger (WB). Die Kunst ist eine internationale Sprache. An dieser sollen auch Flüchtlingskinder teilhaben. Darum bieten die Engeranger Kunstlandschaften einen Kunst-Kurs im Kinder- und Jugendzentrum Zebra an.

Von Niklas Krämer
Martina Wadewitz (links) gibt Arora und Sajia Tipps für ihr erstes Bild. Das Projekt der Reihe Kunstlandschaften will neben dem Schaffen von Kunst vor allem auch die Kommunikation zwischen Flüchtlingen und Engeranern fördern.
Martina Wadewitz (links) gibt Arora und Sajia Tipps für ihr erstes Bild. Das Projekt der Reihe Kunstlandschaften will neben dem Schaffen von Kunst vor allem auch die Kommunikation zwischen Flüchtlingen und Engeranern fördern. Foto: Niklas Krämer

»Was kann das sein?«, möchte Sajia wissen und hält ein Blatt hoch, auf dem ein achteckiger, roter Gegenstand zu erkennen ist. Martina Wadewitz und Carsten Gehring, beide von den Kunstlandschaften, schauen sich irritiert an. »Ein Drache?«, fragt Carsten Gehring. Falsch! »Ein Kürbis?«, hakt er nach. Falsch!

Erst im dritten Versuch und nach ein paar Tipps von Sajia weiß er die Antwort: »Du hast ein Wappen gemalt.« Beim ersten Treffen ist bereits das eingetroffen, was sich die Verantwortlichen vom Kunst-Kurs für Flüchtlingskinder erhofft haben: Kommunikation untereinander. »Schließlich ist Malen ein kommunikativer Prozess«, meint Carsten Gehring.

Kinder sollen Maltechniken erlernen und zur Ruhe kommen

Den Kindern sollen einzelne Maltechniken vermittelt werden. Zunächst geht es darum, eigene Ideen aufs Papier zu bringen. Am Ende soll eine fertige Pappe, auf der mit Acryl gemalt wird, entstehen. »Die Kinder sollen hierbei zur Ruhe kommen«, erklärt Martina Wadewitz. Es sei ein Spiegel der Seele, was auf dem Papier zum Ausdruck gebracht werde.

Samstags von 10 bis 12 Uhr treffen sich die beiden Künstler mit Flüchtlingskindern im Kinder- und Jugendzentrum Zebra, um ihnen künstlerische Grundlagen beizubringen. Ausgenommen ist der letzte Samstag im Monat – dann ist das Zebra bereits durch das internationale Frühstück belegt.

Bernd Rammler, Leiter des Kinder- und Jugendzentrums, freut sich über dieses neue Angebot: »Toll, dass die Flüchtlingskinder Abwechslung bekommen und in unserem Haus mit Farben experimentieren können.« Die fertigen Bilder werden im März in der Volksbank Enger ausgestellt. Anmeldungen für den Kunst-Kurs werden telefonisch beim Kinder- und Jugendzentrum Zebra entgegengenommen. Bis zu 20 Teilnehmer können beim Kurs mitmachen. »Wir haben noch viel Platz an unserem Tisch«, bekräftigt Carsten Gehring.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.