Arbeitsplatzabbau bei Alno: Wellmann-Betriebsrat äußert sich 50 Stellen im Gespräch

Enger (WB/KaWe). Der Betriebsrat der Alno-Tochter Wellmann geht davon aus, dass am Werk in Enger 50 Stellen im Zuge des Rahmeninteressenausgleichs  eingespart werden sollen. Diesen hatte der Konzernbetriebsrat mit der Geschäftsführung vereinbart (wir berichteten am Donnerstag).

Die Produktion bei Wellmann in Enger ist gut ausgelastet, dennoch sollen Stellen wegfallen.
Die Produktion bei Wellmann in Enger ist gut ausgelastet, dennoch sollen Stellen wegfallen. Foto: Jana Schwalbe

100 Arbeitsplätze sollen insgesamt in Deutschland wegfallen. Bisher sind aber lediglich die Betriebsräte der Standorte Pfullendorf und Coswig in die detaillierten Verhandlungen eingestiegen. Der Wellmann-Betriebsrat hat sich rechtlich beraten lassen und sieht die Zuständigkeit komplett bei den Betriebsräten vor Ort.

»Wir wollen nicht quer im Stall stehen. Es geht hier aber um immerhin 50 Arbeitsplätze, und wir können nur noch entscheiden, in welchen Abteilungen sie wegfallen, aber nicht mehr über die genaue Zahl verhandeln«, heißt es aus dem Wellmann-Betriebsrat, der vor dem Arbeitsgereicht in Ulm die Annullierung des Rahmeninteressenausgleichs beantragt hat. Es müsse erst geklärt werden, welcher Betriebsrat zuständig sei.

»In Enger sind wir nicht etwa unterbeschäftigt. Im Gegenteil. Das Werk ist voll ausgelastet. Im Zuge des Zentralisierungprozesses werden immer mehr Arbeiten nach Pfullendorf an den Hauptstandort verlagert. Dass wir da nicht Beifall klatschen, ist doch klar«, so der Betriebsrat.

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