Engeraner hat Honda SS50 aus dem Jahr 1972 restauriert – Moped liegt seit 30 Jahren still Zurück auf den Asphalt

Enger (WB). In den 70er Jahren war die Honda SS50 ein beliebtes Moped in der Kleinkraftrad-Szene. Sie war auch  das erste Gefährt von Friedhelm Kötter. Jetzt – Jahre später – hat er  das selbe Modell geschenkt bekommen und es mit Herzblut restauriert.

Von Jana Schwalbe
Friedhelm Kötter (67) aus Besenkamp ist glücklich: Nach einem Jahr Schrauben und Werken  ist die Honda SS50 von 1972 wieder fahrtüchtig. Sein allererstes Moped in jungen Jahren entsprach übrigens dem selben Modell.
Friedhelm Kötter (67) aus Besenkamp ist glücklich: Nach einem Jahr Schrauben und Werken ist die Honda SS50 von 1972 wieder fahrtüchtig. Sein allererstes Moped in jungen Jahren entsprach übrigens dem selben Modell. Foto: Jana Schwalbe

Die Honda SS50, die momentan in der Garage von Friedhelm Kötter in Besenkamp steht, hat den wilden Zeitgeist der 70er und 80er Jahre noch hautnah miterlebt. Als sie ihre letzten Runden auf den Straßen drehte,  war Deutschland noch geteilt. Das »alte Schätzchen«, wie Kötter sein Moped nennt, wurde im Jahr 1986 abgemeldet und hat seitdem kaum mehr den Asphalt gespürt. »Meine Honda wurde 1972 gebaut und ist seit 30 Jahren nicht mehr gefahren. Ich habe sie vor sieben Jahren von einer Bekannten geschenkt bekommen«, erzählt Friedhelm Kötter.

Das es sich dabei ausgerechnet um eine Honda SS50 handelt, hat wohl ein wenig mit Schicksal zu tun: »Das Modell war  das erste Moped, das ich jemals gefahren bin. Mit der SS50 hatte ich wirklich geniale Touren, da hängen  schöne Erinnerungen dran.« Für  den 67-Jährigen stand  fest, dass er der geschenkten Honda eine Schönheitskur verpasst. Genug Erfahrung hat der Elektriker  und Hobby-Schrauber.

Motor auseinander genommen

Bis er sich allerdings der Honda zuwendete, musste viel Zeit ins Land gehen: »Ich habe erst im vergangenen  Jahr mit der Restaurierung angefangen. Vorher habe ich zwei andere Motorräder auf Vordermann gebracht«, sagt Kötter. »Ich habe neue Felgen  montiert, den  Tank lackiert und den Motor  auseinandergenommen.« Das leuchtende Dunkelrot des Rahmens musste kaum erneuert werden. Die Farbe ist gut erhalten. »Dafür musste ich mich um Kolben, Zylinder und Vergaser kümmern«, und siehe da, der Motor läuft wieder einwandfrei. »Ganz fertig bin ich aber noch nicht. Die Lichtanlage passt noch nicht.« 

Der Motorrad-Fan rechnet damit, dass er die Honda im kommenden Jahr anmelden kann: »Fahren werde ich mit ihr aber nur durch Enger. Für größere Touren ist  die BMW geeigneter – die zieht mich einfach besser weg«, sagt Friedhelm Kötter mit einem Schmunzeln. Die Honda SS50 von Kötter gilt übrigens als Motorrad: »Früher waren Mopeds in der Versicherung sehr teuer. Der erste Besitzer hat sie auf 72 Kubik umgebaut, damit sie nicht als Kleinkraftrad, sondern als Motorrad durchgeht.«

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