Jüngstes Mitglied: Kilian Janßen ist mit zehn Jahren in die Jugendfeuerwehr eingetreten  »Die Jacke ist noch zu groß« 

Enger (WB). Viele Kinder freuen sich über den ersten runden Geburtstag. Doch Kilian Janßen hat sich die Zehn ganz besonders herbeigewünscht. Denn dieser Geburtstag bedeutete für ihn die Erfüllung eines lang gehegten Traumes: Er darf endlich in die Jugendfeuerwehr Enger eintreten, bei der er nun das jüngste Mitglied ist.

Von Mareikje Addicks
Vor drei Monaten hat sich sein Traum erfüllt: Kilian Janßen ist direkt nach seinem zehnten Geburtstag in die Jugendfeuerwehr Enger eingetreten. In der Gruppe ist er nun das jüngste Mitglied. Später möchte Kilian in den aktiven Dienst wechseln.
Vor drei Monaten hat sich sein Traum erfüllt: Kilian Janßen ist direkt nach seinem zehnten Geburtstag in die Jugendfeuerwehr Enger eingetreten. In der Gruppe ist er nun das jüngste Mitglied. Später möchte Kilian in den aktiven Dienst wechseln.

 »Darauf habe ich mich so lange gefreut«, sagt Kilian Janßen. Und wenn er das so sagt, ist das sicherlich keine Schnappsidee. Schon seit er vier Jahre alt ist, hat Kilian viel Zeit bei der Feuerwehr verbracht, denn sein Vater nahm ihn schon in frühester Kindheit regelmäßig mit zur Arbeit. »Weil meine Frau im Schichtdienst tätig ist, war unser Sohn häufig mit auf der Wache«, sagt Hauptbrandmeister Heiko Janßen, der außerdem der stellvertretende Löschgruppenführer in Pödinghausen ist und zu den Gründungsmitgliedern der Engeraner Jugendfeuerwehr zählt.

 Kilian Janßen wurde der Draht zur Feuerwehr somit schon in die Wiege gelegt. »Ich bin stolz auf ihn und freue mich, dass er mein Interesse an der Wehr teilt. Gedrängt habe ich ihn nie dazu, das war ein absoluter Selbstläufer«, sagt Vater Janßen. Eher habe er seinen Sohn bremsen müssen, weil dieser es kaum abwarten konnte, endlich mit anpacken zu dürfen. »Ich war schon sehr ungeduldig. Wenn ich mit zur Wache gekommen bin, durfte ich ja immer nur zuschauen«, sagt Kilian.

 Dann, Anfang des Jahres, war es endlich so weit: Begrüßt vom mittlerweile verabschiedeten Feuerwehrchef Jürgen Tomann, wurde Kilian in die Jugendfeuerwehr aufgenommen. Neben einer Aufnahme-Urkunde bekam er auch die komplette Ausrüstung überreicht – Hose, Jacke, Handschuhe, Helm, Pullis und Polo-Shirts. »Bis auf die Jacke passt alles ganz gut«, sagt Kilian und lacht. So wie in seine Aufgaben wird er auch in die Jacke erst noch reinwachsen müssen. Der Zehnjährige ist hochmotiviert: »Wenn ich älter bin, möchte ich in den aktiven Dienst«, sagt er.

 Jens Meyer freut's: »Von unseren Jugendlichen gehen anschließend knapp die Hälfte in den aktiven Dienst über. Doch wer mit 16 oder 17 Jahren noch dabei ist, bleibt es in der Regel auch«, weiß der stellvertretende Jugendfeuerwehrwart.

 Kilian hingegen ist schon sehr gespannt auf die ersten Übungseinheiten, die in den Sommermonaten anstehen: Schläuche rollen, Saugleitungen zusammenbauen und erste Löschübungen stehen dann auf dem Lehrplan, der in erster Linie Spaß machen soll. »Und ich freue mich schon auf die vielen Ausflüge und Unternehmungen mit der Jugendfeuerwehr«, sagt Kilian. Dass die meisten der Gruppe älter sind, stört ihn nicht. Auf die Gemeinschaft kommt es an.

 Seit 1992 besteht die Jugendgruppe in Enger, stets mit etwas mehr als 30 Mitgliedern. Über mangelnde Nachfrage kann sich Jens Meyer nicht beklagen: »Es gibt sogar eine Warteliste«, sagt der Jugendfeuerwehrwart. Unternehmungen und eine Menge Spaß stehen auf dem Programm, aber auch viel Lehrreiches, worauf im aktiven Dienst aufgebaut wird. Wer Interesse hat, kann sich im Internet über die Jugendfeuerwehr informieren unter www.jf.feuerwehr-enger.de .

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