WGE-Oberstufe zu Gast in der Farabi-Moschee in Spenge – ehemaliger Gymnasiast Serafettin Tuncer berichtet Schüler lernen andere Religion kennen

Enger (WB). Vorm Betreten des mit dicken, weichen roten Teppichen ausgestatteten Gebetsraums der Spenger Farabi-Moschee ziehen die Widukind-Gymnasiasten ihre Schuhe aus. Dann betreten sie den prunkvoll gefliesten Raum.

Von Kathrin Weege
Serafettin Tuncer ist selber Widukind-Gymnasiast gewesen. Als Dialogbeauftragter der türkisch-islamischen Gemeinde Spenge hat er die Oberstufenschüler des WGE durch die Moschee geführt und ihnen vom islamischen Glauben erzählt.
Serafettin Tuncer ist selber Widukind-Gymnasiast gewesen. Als Dialogbeauftragter der türkisch-islamischen Gemeinde Spenge hat er die Oberstufenschüler des WGE durch die Moschee geführt und ihnen vom islamischen Glauben erzählt. Foto: Kathrin Weege

80 Schüler der Oberstufe sind gestern in der Moschee der türkisch-islamischen Gemeinde Spenge zu Gast gewesen. Organisiert hatte den Vormittag Lehrer Dr. Hartmut Schulz. Serafettin Tuncer führte alle durch die verschiedenen Räume und hielt im Gebetsraum einen Vortrag. »Serafettin Tuncer hat bei uns am Gymnasium Abitur gemacht und studiert nun Medizin. Bald geht er für ein Jahr nach Boston, um dort seinen Doktor zu machen.

Zuvor aber wollte er seiner alten Schule, der er für vieles sehr dankbar ist, noch etwas zurückgeben«, sagt Schulz. Tuncer ist Dialogbeauftragter seiner Gemeinde und dafür zuständig, anderen Menschen den Islam näher zu bringen und ins Gespräch zu kommen. Genau das passierte im Anschluss an die Führung. Nach einem Essen – die Frauen der Gemeinde hatten türkische Spezialitäten für die Schüler vorbereitet – folgte eine sozial-politische Diskussionsrunde.

Muslime beten fünfmal am Tag

Im Gebetsraum erfuhren die WGE-ler, dass es für Muslime Pflicht ist, fünfmal am Tage zu beten – zu festgelegten Zeiten. »Die Kinder sind dann mit im Raum, Männer und Frauen beten getrennt. Ab der Pubertät übernehmen dann die Jugendlichen auch die religiösen Aufgaben und Pflichten«, so Tuncer. Manchmal stellten die Gebetsregeln einen Muslim vor Überlegungen, wie diese im Alltag umsetzbar sind. »Wo bete ich während meines Fluges nach Boston? Wir beten immer am Boden mit Blick gen Mekka – also in Mitteleuropa Richtung Süd-Süd-Ost. Das ist aber im Flieger nicht möglich. Der Koran gibt hier keinen Aufschluss, was zu tun ist. Die Geschichte aber schon. War es für die Karawanen einst zu gefährlich zu stoppen, so zogen sie weiter. Gebetet wurde auf dem Kamelrücken in Richtung des Weges. So werde ich es im Flieger dann auch machen«, sagt Tuncer. 

»Wir finden es spannend, mehr über den Islam zu erfahren. Wir waren noch nie in einer Moschee. Von außen sieht sie gar nicht so prunkvoll aus. daher waren wir vom Inneren überrascht«, sagen Diana Kraus und Leonie Heyer (beide 16). Besonders gut habe ihnen die lockere Art gefallen, wie Tuncer seine Ausführungen rübergebracht habe. »Nicht so streng, wie wir erwartet hatten«, sagen die beiden.

Kommentare

Taciyya

Islam und Demokratie schließen sich gegenseitig aus.

Soweit ich richtig informiert bin, gibt es in allen 57 , mehrheitlich islamisch dominierten Ländern keine Demokratie. Stattdessen Gewalt, Armut, Unterdrückung der Frauen usw.

Ist es in Deutschland den Medien verboten, die Vita Mohammeds zu veröffentlichen?

Wann besuchen Lehrer mit moslemischen Schülern mal einen christlichen Gottesdienst mit klarer Verkündigung des Evangeliums, z.B. in der St. Martini-Gemeinde in Bremen mit Herrn Pastor Latzel?

Takiyya


Hoffentlich hat sich der Lehrer Dr. Hartmut Schulz eingehend mit dem ISLAM beschäftigt und lässt die Schüler nicht in dem Irrglauben, sie würden mittels eines Moscheebesuchs hinreichend über diese nachchristliche "Religion" aufgeklärt.

Takiyya gehört auf jeden Fall zum ISLAM!

http://derprophet.info/inhalt/

2 Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.