Regina Schlüter-Ruff geht für die Grünen ins Rennen um das Bürgermeisteramt  »Ich fühle mich dazu berufen« 

Enger (WB). Schon lange war es ein Thema, wen die Grünen in Enger als Kandidaten bei der Bürgermeisterwahl im September aufstellen. Nun haben sich die Fraktionsmitglieder einstimmig für ihre Vorsitzende Regina Schlüter-Ruff ausgesprochen.

Von Mareikje Addicks
Regina Schlüter-Ruff (von links) stellt sich dem Wahlkampf um das Bürgermeisteramt. Bei der Jahreshauptversammlung wurden außerdem Helmut Geuer, Thomas Griese und Ute Hilgenböcker in den neuen Stadtverband gewählt.
Regina Schlüter-Ruff (von links) stellt sich dem Wahlkampf um das Bürgermeisteramt. Bei der Jahreshauptversammlung wurden außerdem Helmut Geuer, Thomas Griese und Ute Hilgenböcker in den neuen Stadtverband gewählt.

 Während CDU und SPD ihre Kandidaten bereits benannt haben, ließen sich die Grünen noch etwas Bedenkzeit. »Die Diskussion lief ja schon seit Sommer 2014«, sagte Regina Schlüter-Ruff. Zum Ende des Jahres habe sich dann herauskristallisiert, dass die Vorsitzende höchstpersönlich ins Rennen um den Bürgermeisterposten gehen werde. »Ich fühle mich durchaus dazu berufen«, erklärte die 54-Jährige gstern.

 Die Entscheidung fiel bei der jüngsten Jahreshauptversammlung der Grünen in Enger, bei der die Fraktionsmitglieder ihre Vorsitzende einstimmig zur Kandidatin wählten. Für den Stadtverband sei es gerade bei dieser Wahl sehr wichtig, einen ernsthaften Personalvorschlag zu unterbreiten, heißt es in einer Pressemitteilung.

 Regina Schlüter-Ruff ist bereits seit 1992 bei den Grünen engagiert und ist seit 1994 Mitglied im Engeraner Rat. Den Vorsitz des Stadtverbandes der Grünen in Enger übt sie seit 2003 aus. Durch die jahrelange Arbeit in Rat und Verwaltung habe sie sich einen großen kommunalpolitischen Erfahrungsschatz angeeignet, meinen die Grünen. Die Kandidatin ist sich jedoch auch bewusst, »dass manche Probleme kreative Lösungsansätze erfordern, die auf ausgetretenen Pfaden kaum zu finden sind.«

Fokus auf Stadtentwicklung

 Dabei legt sie den Fokus auf die Stadtentwicklung: »Angesichts des demografischen Wandels müssen sich auch Instrumente und Schwerpunkte der Stadtentwicklungspolitik ändern«, sagt die Dreyenerin. So gebe es immer noch zu viele Barrieren in der Stadt. Auch sei das Thema Nahmobilität nicht zu unterschätzen. Zudem nimmt Schlüter-Ruff die Anliegen von Kindern und Jugendlichen sehr ernst. »Wir müssen junge Leute in die politische Arbeit mit einbeziehen und uns um ihre Fragen und Bedürfnisse kümmern«, sagt sie mit Blick auf den Antrag der Grünen, wieder ein Jugendparlament anzustrengen. Überhaupt sei ihr Bürgerbeteiligung wichtig: »Dieses Thema ist ein ›grünes Kind‹«, sagt sie mit dem Wunsch, durch mehr Bürgerbeteiligung Transparenz schaffen und Interesse an Politik wecken zu können.

 Ein weiteres Thema sei die Finanzlage der Widukindstadt. »Es stimmt, dass Enger Lasten von Aufgaben tragen muss, die den Kommunen von übergeordneten Ebenen aufgedrückt werden. Ebenfalls stimmt, dass das eigentliche Problem die unzureichende und vor allem ungerecht verteilte finazielle Ausstattung des Staates an sich ist. Die wichtigen Entscheidungen werden zwar in Berlin getroffen, sie entbinden uns aber nicht von der Verantwortung, über Einsparmöglichkeiten und mehr Effizienz zu sprechen«, sagt Regina Schlüter-Ruff, die sich auf einen fairen und spannenden Wahlkampf freut.

 Des Weiteren wurden auf der Versammlung ein neuer Stadtverbandsvorstand gewählt. Sprecher sind nun Helmut Geuer und Thomas Griese. Ute Hilgenböcker wurde als Kassiererin bestätigt. Regine Steffen und Maik Babenhauserheide haben nicht wieder für den Vorstand kandidiert. Sie wollen sich lieber auf die Ratsarbeit und andere Aufgaben konzentrieren

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