Minusgrade sorgen in Bünde erneut für Probleme – 70 Einsatzkräfte vor Ort – keine Verletzten Feuer in Wohnhaus – 50.000 Euro Schaden

Bünde (WB). Keine 24 Stunden nachdem am Donnerstagabend über dem Restaurant Olympia ein Feuer ausgebrochen war , brannte in Bünde erneut ein Wohnhaus. Um kurz vor Mitternacht musste die Feuerwehr am Freitag an die Gewinghauser Straße ausrücken.

Von Daniel Salmon
Ein Teil der Dachpfannen musste für die Löscharbeiten abgenommen werden. Die Löcher wurden mittlerweile abgedeckt. Das Haus ist laut Feuerwehrchef Rüdiger Meier derzeit nicht bewohnbar.
Ein Teil der Dachpfannen musste für die Löscharbeiten abgenommen werden. Die Löcher wurden mittlerweile abgedeckt. Das Haus ist laut Feuerwehrchef Rüdiger Meier derzeit nicht bewohnbar. Foto: Daniel Salmon

Der Schornstein des Gebäudes war aus ungeklärter Ursache in Brand geraten . »Die Flammen gelangten dann in eine Zwischendecke, breiteten sich dort aus«, erklärte Feuerwehrchef Rüdiger Meier. Eine Bewohnerin des Hauses hatte das Feuer bemerkt, konnte sich daher unverletzt mit einer weiteren Person rechtzeitig ins Freie retten.

Die etwa 70 Einsatzkräfte der Hauptamtlichen Wache, der Löschzüge Mitte, Nord und Süd hatten die Flammen gegen 1.30 Uhr unter Kontrolle. Die Einheit aus Spradow stellte dabei parallel den Brandgrundschutz sicher, für den Fall das woanders im Stadtgebiet ein weiteres Feuer ausbricht.

Polizei soll Brandursache ermitteln

Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund der frostigen Temperaturen weit unter dem Nullpunkt – wie schon tags zuvor – einmal mehr schwierig. Austretendes Löschwasser gefror auf der Straßendecke, bildete eine spiegelglatte Eisschicht. Bauhofmitarbeiter lieferten daher Salz an, das auf der Fläche verteilt wurde. Um an sämtliche Glutnester zu gelangen, musste ein Teil der Dachpfannen entfernt werden.

Gegen vier Uhr am Samstagmorgen übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle an die Polizei. Brandermittler der Kripo sollen der genauen Ursache des Feuers auf den Grund gehen. Die Beamten schätzen den entstandenen Schaden auf etwa 50.000 Euro. »Das Haus ist derzeit nicht bewohnbar«, sagte Rüdiger Meier.

Anstrengende Woche für die Feuerwehr

Hinter den Bünder haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften liegt eine ungewöhnlich anstrengende Woche. Wie berichtet, waren am frühen Dienstagmorgen und am späten Abend des gleichen Tages gleich zwei Hochsitze im Stadtteil Spradow abgefackelt . Unbekannte sollen die beiden Jagdkanzeln angezündet haben. Die Polizei hatte Ermittlungen wegen Sachbeschädigung durch Feuer aufgenommen. Am Donnerstag folgte der Brand über dem Restaurant an der Heidestraße, am Freitagabend dann der Einsatz an der Gewinghauser Straße.

Und am Samstagabend wurde einige Einheiten aus der Elsestadt sowie die Wehrleitung zu einem Großfeuer an einer Tischlerei in Löhne gerufen. Dort kämpften etwa 200 Feuerwehrleute aus den Kreisen Herford und Minden-Lübbecke gegen die Flammen. »Unsere Leute aus Hunnebrock kümmerten sich an der Brandstelle um die Versorgung der Einsatzkräfte«, so Rüdiger Meier. Mehrere Mitglieder der Löschgruppe aus Bünde-Muckum waren zudem mit einem Löschfahrzeug in Löhne vor Ort.

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