Löschwasser gefriert in den Schläuchen – mit Video 250.000 Euro Schaden nach Feuer über Restaurant »Olympia«

Bünde (WB). Großeinsatz für die Bünder Feuerwehr am Donnerstabend : Bei einem Brand an der Heidestraße wurde der Dachstuhl des Gebäudes, in dem sich auch das Restaurant Olympia befindet, zerstört. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden ist immens.

Von Annika Tismer und Daniel Salmon
Am Freitagmorgen werden die Folgen des Feuers erst richtig sichtbar.
Am Freitagmorgen werden die Folgen des Feuers erst richtig sichtbar. Foto: Daniel Salmon

Etwa gegen 20.50 Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert. Zunächst wurde ein Zimmerbrand gemeldet. Als die ersten Brandbekämpfer an der Heidestraße eintrafen, schossen die Flammen jedoch bereits aus dem Dachstuhl des dreistöckigen Hauses. Rasch wurden sämtliche Bünder Löschzüge nachalarmiert, aus Hiddenhausen rückte ein zusätzlicher Drehleiterwagen an.

Nach ersten Erkenntnissen war der Brand in einer der oberen Etagen ausgebrochen. »Das Feuer schlug durch ein Fenster und griff wegen des starken Windes dann auf den Dachstuhl über. Dort kam es dann zu einer so genannten Durchzündung«, sagt Einsatzleiter Rüdiger Meier.

Gäste hatten Restaurant bereits verlassen

Menschen befanden sich zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr im Gebäude. Drei Bewohner hatten sich rechtzeitig in Freie gerettet, ebenso die rund 20 Gäste, die sich in dem griechischen Lokal im Erdgeschoss aufgehalten hatten. »Zwar mussten drei Personen medizinisch kontrolliert werden, verletzt wurde aber letztlich niemand«, so Feuerwehrchef Meier. Die drei Bewohner des Hauses verbrachten die Nacht zunächst in einem Hotel. Wegen der frostigen Witterung hatten die 100 haupt- und ehrenamtlichen Brandbekämpfer während der stundenlangen Löscharbeiten mit einigen Problemen zu kämpfen: »Teils gefror das Löschwasser in den Schlauchleitungen. Die mussten wir dann austauschen.« Auch auf der Straße bildeten sich spiegelglatte Eisflächen. Bauhofmitarbeiter lieferten Streusalz an.

Funkenflug gefährdet Nachbarhäuser

Wegen des massiven Funkenflugs forderte die Polizei die Anwohner auf, ihre Fenster geschlossen zu halten. »Unsere Leute haben dann später kontrolliert, ob es in der Nachbarschaft nicht irgendwo zu einem Sekundärfeuer gekommen war«, sagt Meier der sich zugleich bei den Anwohnern bedankt: »Die haben uns warmen Tee und Kaffee gebracht.«

250.000 Euro Schaden

Gegen zwei 2 Uhr waren die Löscharbeiten beendet, bis 5 Uhr am Freitagmorgen war eine Brandwache vor Ort. »Dann haben wir den Brandort übernommen und beschlagnahmt«, sagt Kreispolizeisprecher Steven Haydon. Er schätzt den Sachschaden auf gut 250.000 Euro. »Das Haus ist derzeit nicht bewohnbar. Brandermittler der Kripo haben damit begonnen, nach der möglichen Brandursache zu suchen«, so der Beamte, das Areal wurde dazu mit Flatterband abgesperrt. Wenn die Experten der Polizei ihre Ermittlungen abgeschlossen haben, werden wohl Statiker anrücken. Diese werden prüfen, ob die Gebäudeteile nach den Feuer- und Löschwasserschäden überhaupt noch standsicher sind.

Bereits am Freitagmorgen waren Mitarbeiter eines Unternehmens aus Spenge vor Ort, die sämtliche Versorgungsleitungen, die zum Haus führen, kappten. 

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