Verein International will zusätzliche Förderung vom Integrationsrat Ärger über Schwimmkursantrag

Bünde  (WB). Darüber, dass es auch für Flüchtlinge wichtig ist, Schwimmen zu lernen, war sich der Integrationsrat einig. Kritik äußerten die Mitglieder in ihrer Sitzung am Mittwoch aber an dem Antrag des Vereins International auf Kostenübernahme für die Kurse.

Von Thomas Klüter
Erfolgreich abgeschlossen: Tristan Kechlo (l.), Ute Fröhlich (M.) und Andreas Steffmann (r.) freuen sich im Dezember 2017 mit Mansor Fazli, Neil Haji, Khdir Haji, Bahrom Sufie, Mustafa Miradil, Adnan Adi und Sadon Adi über ihren Schwimmkurs.
Erfolgreich abgeschlossen: Tristan Kechlo (l.), Ute Fröhlich (M.) und Andreas Steffmann (r.) freuen sich im Dezember 2017 mit Mansor Fazli, Neil Haji, Khdir Haji, Bahrom Sufie, Mustafa Miradil, Adnan Adi und Sadon Adi über ihren Schwimmkurs. Foto: Raphael Steffen

Hintergrund ist ein Ratsbeschluss vom 12. Dezember. Darin sprach das Gremium dem Verein, der sich maßgeblich um die Belange von Flüchtlingen in Bünde kümmert, eine Förderung von jährlich 9200 Euro zu. Alle weiteren Förderansprüche der engagierten Ehrenamtler sollten dafür aber bis 2020 entfallen. »Ich war nach der Ratsentscheidung sicher, dass sich der Verein daran halten würde«, sagte Georg Kruthoff (CDU) in der Sitzung des Integrationsrates. »Jetzt bin ich überrascht und enttäuscht.«

Zwei Schwimmkurse kosten 1120 Euro

Zwei Schwimmkurse für jeweils acht Teilnehmer plant der Verein International. Die insgesamt 24 Termine à 45 Minuten würden von der DLRG-Ortsgruppe in der Bünder Welle angeboten. Kosten für das Ganze 1120 Euro. »Der Integrationsrat ist nicht der Förderverein für den Verein International«, kritisierte Norbert Darnauer (UWG) und stellte die Frage, warum die DLRG den Antrag nicht selbst gestellt hätte.

Ulrich Papke vom Verein International erklärte dann noch mal die Notwendigkeit der Schwimmkurse auch zur Förderung des Austausches und der Integration von Flüchtlingen. Den Antrag habe der Verein in Absprache mit der DLRG gestellt.

Mittel möglicherweise aus NRW-Förderprogramm

Um eine einvernehmliche Lösung zu finden, einigten sich alle Beteiligten auf Anregung des Integrationsratsvorsitzenden Eyüp Odabasi (B90/Die Grünen) darauf, dass der Verein den Antrag zurück zieht. Statt dessen könnten Mittel aus dem NRW-Förderprogramm »Komm an« für die Kurse verwendet werden. Sozialamtsleiter Stefan Bohnhorst hatte den Posten aufgrund einer zeitlichen Überschneidung bereits im Antrag darauf untergebracht. Sollten die Mittel nicht bewilligt werden, soll der Antrag erneut, aber dann direkt von der DLRG gestellt werden.

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