Imperial-Azubis mit drei Projekten bei »Jugend forscht« vertreten In Küchen der Zukunft schweben Töpfe

Bünde (WB). Töpfe, die über einer normalen Arbeitsplatte schweben und mit denen man trotzdem kochen kann? Was im ersten Moment wie Science Fiction klingt, wird von Auszubildenden der Firma Imperial (Miele) beim Wettbewerb »Jugend forscht« schon auf die Alltagstauglichkeit getestet.

Von Hilko Raske
Julia Hartel, Maximilian Ueckermann (von links) und Alvaro Hay Losada (nicht auf dem Foto) präsentieren ein Projekt mit schwebendem Kochgeschirr. Möglich macht dies eine neuartige Kombination aus Induktionskochfeld und Magnetfeld.
Julia Hartel, Maximilian Ueckermann (von links) und Alvaro Hay Losada (nicht auf dem Foto) präsentieren ein Projekt mit schwebendem Kochgeschirr. Möglich macht dies eine neuartige Kombination aus Induktionskochfeld und Magnetfeld. Foto: Hilko Raske

»Unsichtbare Küche« heißt das Projekt, dem sich die Azubis Julia Hartel, Alvaro Hay Losada und Maximilian Ueckermann widmen. Der Grundgedanke dahinter: »Es gibt viele Küchen, in denen man einfach zu wenig Platz hat. Selbst Kochfelder lassen sich manchmal nur noch schwer unterbringen«, erklärt Julia Hartel.

Zwei bewährte Techniken neu kombiniert

Wie lässt sich hier Abhilfe schaffen? Mit dieser Frage haben sich die Azubis auseinander gesetzt und eine originelle Lösung gefunden, bei der zwei bewährte Techniken kombiniert werden. Zum einen werden Induktionskochfelder verwendet – die das Trio allerdings unorthodox unter einer herkömmlichen Arbeitsplatte montiert hat. »Kochgeschirr mit magnetischem Boden ließ sich so problemlos erhitzen«, sagt Jörg Kaase, Ausbilder für den Bereich Metall. Dadurch würde jedoch die Arbeitsplatte Schaden nehmen, die nicht hitzebeständig ist.

Um das zu vermeiden, kommt eine zweite Technik zum Einsatz – nämlich Magnetfelder. Der Effekt: Das Kochgeschirr, das selber über einen magnetischen Boden verfügt, schwebt auf einem elektromagnetischen Feld. Zwischen der Arbeitsplatte und der Unterseite der Töpfe befindet sich so ein mehrere Zentimeter starkes Luftpolster, das eine Beschädigung der Arbeitsplatte verhindert. »Das ermöglicht es beispielsweise, ein flexibles, aufrollbares Bedienfeld unter die Töpfe zu legen«, sagt Kaase. Und auch in Sachen Küchendesign würden sich so ganz neue Wege eröffnen.

Zwei weitere Projekte für »Jugend forscht«

Mit noch zwei weiteren Projekten gehen die Miele-Azubis an den Start. Die »Pizza-Problematik« haben Julian Knoche, Fadi Abdo und Johannes Morasch unter die Lupe genommen. »Das typische Problem am Wochenende: Man hat mehrere Pizzen im Backofen und möchte, dass jede von ihnen perfekt wird«, erzählt Julian Knoche. Um herauszufinden, wie das gelingt, haben die drei Lehrlinge Temperaturfühler im Backofen angebracht und verschiedene Backmethoden – Umluft, Ober- und Unterhitze – getestet.

Ergebnisse werden am Samstag, 24. Februar, präsentiert

Der »richtigen Klebekraft« auf der Spur sind Luca David Steinhof und Moritz Niederkleine. Sie wollten wissen, welcher Druck auf einen Klebestreifen ausgeübt werden muss, damit eine Bedienleiste für Wärmeschubladen ohne Beschädigung aufgeklebt werden kann. Ihre Ergebnisse wollen die drei Teams beim Regionalwettbewerb vom »Jugend forscht/Schüler experimentieren« am Samstag, 24. Februar, in der Sparkasse Herford, Auf der Freiheit 20 in Herford, von 14 bis 17 Uhr der Öffentlichkeit präsentieren.

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