Bürger klagen über angeblich viele Einbrüche im Bünder Süden im Dezember »Sicherheitsgefühl ist im Keller«

Bünde  (WB). Hat es in den Stadtteilen Hunnebrock, Hüffen und Werfen im vergangenen Dezember auffällig viele Einbrüche gegeben? Das behaupten zumindest einige Anwohner.

Von Daniel Salmon
Die Polizei rät, bei verdächtigen Beobachtungen sofort den Notruf zu wählen. »Die Mithilfe der Bevölkerung bleibt unerlässlich«, sagt Behördensprecher Steven Haydon.
Die Polizei rät, bei verdächtigen Beobachtungen sofort den Notruf zu wählen. »Die Mithilfe der Bevölkerung bleibt unerlässlich«, sagt Behördensprecher Steven Haydon. Foto: Daniel Maurer/dpa

»Unser Sicherheitsgefühl ist im Keller. Wir haben Angst«, sagt eine Bürgerin, die nach eigenen Angaben in dem Zeitraum zwei Mal von Kriminellen heimgesucht wurde. »Die Diebe sind bei uns aber nicht reingekommen. Wir haben zum Glück Pilzkopfverriegelungen an Fenster. Aber dass die sich überhaupt auf unser Grundstück getraut haben ist, erstaunlich: Wir haben einen Hund. Das scheint solche Menschen aber anscheinend nicht mehr abzuschrecken«, erklärt die Frau, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Ihrer Aussage nach seien die Ganoven nicht nur im Schutze der Dunkelheit unterwegs, sondern auch am helllichten Tage.

Wunsch nach mehr Polizei-Präsenz

Zwar hätten die Polizei die jeweiligen Taten aufgenommen. »Wir wünschen uns aber mehr Präsenz der Beamten in unseren Stadtteilen, um Einbrecher von vornherein abzuschrecken. Ich weiß, dass denen oftmals das Personal fehlt. Aber wenn die nichts tun, müssen wir irgendwie selbst aktiv werden«, fordert die Hunnebrockerin.

Sie betont, dass sich die Leute in ihrer Nachbarschaft mittlerweile vernetzt hätten, sich mit innerhalb einer WhatsApp-Gruppe über Einbrüche oder verdächtige Taten auf dem Laufenden hielten. »Vor allem die Älteren fühlen sich wegen der Situation unbehaglich. Viele trauen sich nicht mehr in Urlaub zu fahren, weil ihre Häuser dann leer stehen.«

Mehr Einbrüche in der Winterzeit

Nach Angaben der Polizei sei – wie in den Jahren zuvor – auch in Bünde eine Zunahme an Wohnungseinbrüchen in den Wintermonaten registriert worden. Die Kreispolizeibehörde sei gemeinsam mit dem Wachdienst der Elsestadt auch in den Bünder Ortsteilen bemüht, eine höhere Präsenz zu zeigen. Dabei werde durch Beamten des Bezirksdienstes unterstützt, die auch weiterhin in den Wohngebieten der Ortsteile ihre so genannten »Dämmerungsstreifen« durchführen. »Die Mithilfe der Bevölkerung bleibt aber unerlässlich. Daher unser Appell: Bei verdächtigen Wahrnehmungen – seien es verdächtige Fahrzeuge oder ortsfremde Personen sofort über den Notruf der Polizei uns darüber zu informieren, damit wir das auch überprüfen können«, sagt Behördensprecher Steven Haydon.

Weiterhin würden sämtliche Wohnungseinbrüche im Kreis Herford auf der Seite der Polizei dargestellt, um die Bürger zu sensibilisieren.

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