Fünf Metal-Bands und fünf Singer/Songwriter an zwei Tagen in Bünde - mit Video Rockbar-Festival: Harter Rock und weiche Klänge

Bünde (WB). Unterschiedlicher hätten die beiden Abende des 26. Rockbar-Festivals im Bünder Universum kaum sein können. Am Freitag gab es harten Rock und Heavy Metal, am Samstag weiche Klänge und melodischen Pop.

Von Thomas Klüter
»No Rest for the Jaded« rockten mit Stücken ihres neuen Albums »Unleashed« die rund 200 Besucher, die zum Metal-Abend des Rockbar-Festivals in das Universum kamen.
»No Rest for the Jaded« rockten mit Stücken ihres neuen Albums »Unleashed« die rund 200 Besucher, die zum Metal-Abend des Rockbar-Festivals in das Universum kamen. Foto: Thomas Klüter

»Wir haben 2004 das erste Festival auf die Beine gestellt«, sagt Marcus Kaiser. »Die Idee entstand aus einer Radiosendung, die wir für den Bürgerfunk gemacht haben«, sagt Jens Eggersmann. Weil das Konzert so gut ankam, organisierten die beiden Köpfe der Rockbar anfangs drei Festivals pro Jahr.

Seit 2011 steht das Rockbar-Festival nur noch einmal im Jahr auf dem Programm des Universums. »Seitdem haben wir es aber auf zwei Tage ausgeweitet«, so Eggersmann. Vorher hätten Musiker ganz unterschiedlicher Genres am selben Abend auf der Bühne gestanden. »Und das passte irgendwie nicht«, sagt Kaiser.

Volle Pulle Metal am Freitag

Am Freitag ging es also hart zur Sache. »Stevie to the noise« aus Bielefeld eröffneten mit einer Mischung aus Hard- und Stoner-Rock. »No Rest for the Jaded« präsentierten dann ihr neues Album und riefen die Zuschauer zum Head-Banging auf. Danach stand die Combo »Uncover« auf der Bühne, bei der Eggersmann selbst für die Gitarrenriffs zuständig ist. »Die Band war schon beim allerersten Festival dabei«, sagt Kaiser. »Damals gehörte Jens aber noch nicht dazu.«

Mit melodischem Metalcore begeisterten »As we Arise« aus Stadthagen dann die rund 200 Besucher, die zumindest am ersten Abend fast ausschließlich in schwarz gekommen waren. Den Höhepunkt boten danach »Metal Mind« mit Oldschool-Powermetal.

»Wir haben in diesem Jahr rund 30 Bands für den ersten Abend gecastet«, so Eggersmann. »Deshalb konnten wir fünf hochkarätige Formationen präsentieren.«

Sanftere Klänge am Samstag

Den Samstag eröffnete »White Coffee«. Mit ruhigen Melodien erinnerte das Duo an »Angus & Julia Stone« und Sängerin Jennifer Groves Stimme klang nach »Lieblingsmensch« von Namika. Nach der Band »Weasel Beer« erwies sich Ian Tray als echter Frontmann. Mit selbst geschriebenen Songs, guter Stimme und einer ordentlichen Portion Bühnenpräsens sorgte der Bünder für den Höhepunkt des zweiten Abends.

Allein mit Gitarre zeigte dann der Düsseldorfer Alex Amsterdam einen perfekten Singer/Songwriter-Auftritt. Den Abschluss des ruhigeren Abends machte die Band »Felix Muster« aus Schweicheln (Hiddenhausen).

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