Pächter stellt Räume nicht mehr zur Verfügung – Kinderschutzbund sucht Alternativen Kein Flohmarkt mehr im Stadtgarten

Bünde  (WB/hr). Seit mehr als 15 Jahren veranstaltet der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB), Ortsverband Bünde, im Frühjahr wie im Herbst einen Nummernflohmarkt für gebrauchte Kinderbekleidung und -zubehör im Stadtgarten. Diese Räumlichkeiten stehen dem DKSB aber nicht mehr zur Verfügung. Grund: Marcus Kaiser, als Geschäftsführer der Stadtgarten GmbH & Co. KG zuständig für Events im Stadtgarten, hat den DKSB gebeten, sich einen neuen Veranstaltungsort für den Flohmarkt zu suchen.

Der Flohmarkt im Stadtgarten war stets ein Publikumsmagnet. Nun muss der Kinderschutzbund neue Räume suchen.
Der Flohmarkt im Stadtgarten war stets ein Publikumsmagnet. Nun muss der Kinderschutzbund neue Räume suchen.

»Ich habe den Kinderschutzbund vier Jahre gerne unterstützt, achtmal wurde der Flohmarkt hier veranstaltet. Wirtschaftlich ist das aber nicht mehr darstellbar.« So finde der Flohmarkt zwar nur an einem Tag statt, belegt sei der Stadtgarten aber für drei Tage. Und das, obwohl der Saal in diesen Zeitraum für andere Veranstaltungen genutzt werden könnte. Auch die Betriebs- und Reinigungskosten stünden in keinem Verhältnis zu den Einnahmen.

Nachfrage groß

Der Kinderschutzbund ist deshalb auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten. Der Ortsverband-Vorstand unter der Leitung von Martina Kmoch möchte dieses Projekt nämlich gerne weiterführen. »Für Kinder und deren Familien da zu sein und sie zu unterstützen, dafür steht auch ein solch großer Flohmarkt«, sind sich Kmoch und Elke Friebertshäuser – sie leitet das Orgateam des Flohmarkts – sicher. Weit über die Stadt hinaus sei das Flohmarkt-Angebot bekannt und sehr beliebt. Die Nachfrage sei immer sehr hoch und bereits für den angedachten Termin im Februar angelaufen. Dieser müsse leider abgesagt werden.

»Der Flohmarkt bietet nicht nur vielen Familien eine wunderbare Gelegenheit, allerhand rund um das Kind zu wirklich fairen und günstigen Preisen einzukaufen, sondern sorgt auch für Nachschub in der Kleiderkammer, welche im Hause des DKSB immer dienstags Vormittag geöffnet ist«, berichtet Martina Kmoch. »Sehr viele Teile der nichtverkauften Kleidung werden bei der Abholung gespendet, so dass anschließend große Mengen an guter Ware zum DKSB gebracht werden und dort an bedürftige Familien abgegeben werden.« Zudem würden 30 Prozent der Flohmarktumsätze in die Arbeit des DKSB einfließen und bildeten damit einen wichtigen Beitrag zu den benötigten finanziellen Mitteln des gemeinnützigen Vereins.

Raum gesucht

Wo könnte die räumliche Zukunft dieses Flohmarktes also liegen? Der Vorstand sucht aktuell nach möglichen Alternativen. Wichtig sei ausreichend Platz für das große Warenangebot, aber auch eingangsnahe Parkplätze zur Anlieferung und Abholung der Ware. Die Räumlichkeiten müssen mit Straßenschuhen betreten werden können und für Kinderwagen erreichbar sein. Bereits vorhandene Tische für die Waren wären von Vorteil, aber nicht Bedingung. »Wir haben uns natürlich im Vorstand schon Gedanken gemacht«, erklärt Martina Kmoch. Und: »Wir hoffen jetzt auf eine breite Unterstützung der Bevölkerung.«Vorschläge können unter dem Betreff »Flohmarkt« eingereicht werden: Telefon 05223/43100 oder info@kinderschutzbund-buende.de

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