Team aus Bünde und Löhne nimmt an der Deutschen Meisterschaft teil Teilnahme am »Mölkky-Cup«

Bünde/Löhne/Erlangen (WB). Eigentlich spielen die Mitglieder der Deutsch-Finnischen-Gesellschaft das Wurf-Geschicklichkeitsspiel aus dem hohen Norden nur zum Spaß. Jetzt haben die »Hüttenstürmer« aus Bünde und Löhne eine Einladung zur 10. offenen Deutschen Mölkky-Meisterschaft bekommen.

Von Thomas Klüter
Gut gezielt: Bernd Holtmeier (von links), Manfred und Erika Karbaum und Jürgen Schimmel versuchen so zu treffen, dass sie 50 Punkte erreichen.
Gut gezielt: Bernd Holtmeier (von links), Manfred und Erika Karbaum und Jürgen Schimmel versuchen so zu treffen, dass sie 50 Punkte erreichen. Foto: Thomas Klüter

Am kommenden Wochenende treten Jürgen Schimmel, Erika und Manfred Karbaum aus Bünde und Bernd Holtmeier aus Löhne in Erlangen gegen Teams aus ganz Europa an. »Da das eine offene Meisterschaft ist, kommen auch Teams aus anderen Ländern«, sagt Jürgen Schimmel, Vorsitzender der Deutsch-Finnischen-Gesellschaft. Unter anderem sind Mölkky-Mannschaften aus Finnland dabei, der Heimat des Wurfspiels.

Darum geht’s beim Mölkky

Die Regeln des finnischen Spiels Mölkky sind denkbar einfach. Ein Dutzend zylinderförmige Hölzer mit Nummer von eins bis zwölf werden auf dem Rasen aufgestellt. Aus vier Metern Entfernung versuchen die Spieler, die Hölzer mit einem Stab – dem Mölkky – umzuwerfen. Wird ein einzelner Zylinder getroffen, zählt die aufgedruckte Zahl. Liegen mehrere am Boden, wird die Anzahl der umgefallenen Hölzer als Punkte notiert. Aufgestellt werden die Holz-Zylinder wieder da, wo sie umgefallen sind. Ziel der Spieler ist es, genau 50 Punkte zu erreichen, liegen sie darüber, fallen sie zurück auf 25 Punkte.

Früher ist die Partie nur beendet, wenn mehr als 30 Würfe benötigt, oder drei Würfe hintereinander ohne Treffer durchgeführt werden. Sinnvoll ist eine Teilnehmerzahl zwischen drei und sechs Personen.

Mannschaften spielen in der Bundesliga

»Mölkky ist dort so beliebt, wie hier das Kegeln«, sagt Manfred Karbaum. »Jeder kennt es und jeder hat es schon mal gespielt.« Außerhalb des Landes ist Möllky dagegen praktisch unbekannt. In ganz Deutschland gibt es nur zwölf Mannschaften mit je vier Spielern. In Nordrhein-Westfalen wird nur in Bünde und Löhne Mölkky gespielt.

Trotzdem gibt es eine Bundesliga. »Die Mannschaften stehen dabei nicht wirklich gemeinsam auf dem Platz und spielen gegeneinander«, erklärt Bernd Holtmeier. »Jedes Team spielt zu Hause im Garten oder im Park und trägt die Ergebnisse danach online in die Tabelle auf der Internetseite ein, da sind Fairness und Vertrauen natürlich vorausgesetzt.«

Bei dieser inoffiziellen Bundesliga-Ausscheidung holten die »Hüttenstürmer« den Titel und bekamen daraufhin die Einladung zur offenen Deutschen Meisterschaft in Erlangen. »Wir sind natürlich stolz und freuen uns darauf«, sagt Manfred Karbaum. »Einen Blumentopf können wir da aber nicht gewinnen«, so Schimmel. »Wir spielen eigentlich nur aus Spaß.«

Team nennt sich »Hüttenstürmer«

»Hüttenstürmer« hat sich das Bünder und Löhner Team genannt, weil die Spieler auch zur Deutsch-Finnischen-Gesellschaft gehören und in der Weihnachtszeit in einer Hütte Glögi, den finnischen Glühwein, verkaufen.

Zum Team gehören neben Erika und Manfred Karbaum eigentlich noch Sigrid Ewering und Peter Groß. »Die können am kommenden Wochenende aber beide leider nicht mit zur 10. offenen Deutschen Meisterschaft«, sagt Manfred Karbaum. »Deswegen springen dieses Mal Jürgen Schimmel und Bernd Holtmeier ein, die sonst aber ein eigenes Team haben.«

Kommentare

Deutsche Meisterschaft vs. Bundesliga

Hallo!
Danke für den Artikel. Kurze Info: Die Deutsche Mölkky Meisterschaft ist eine offene - auch für internationale Teams - Meisterschaft und hat mit der Bundesliga im Grunde nichts zu tun.
VG
Christoph

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