Ausstellung zum 200-jährigen Bestehen des Kirchenkreises geplant Erinnerungsstücke gesucht

Bünde (BZ). Für die Sonderausstellung »Also auch auf Erden«, die im Sommer 2018 anlässlich des 200-jährigen Bestehens des Kirchenkreises Herford im Bünder Dobergmuseum gezeigt werden soll, suchen die Organisatoren noch persönliche Erinnerungsstücke. Alle Bürger sind dazu aufgerufen, Gegenstände einzureichen.

Von Kathrin Heeren
Dr. Olaf Reinmuth (Herford-Mitte), Superintendent Michael Krause und Museumsleiter Michael Strauß konzipieren die Ausstellung.
Dr. Olaf Reinmuth (Herford-Mitte), Superintendent Michael Krause und Museumsleiter Michael Strauß konzipieren die Ausstellung. Foto: Kathrin Heeren

»Wir wollen nicht einfach eine historische Abhandlung über die Geschichte des Kirchenkreises geben. Einige Grundinfos werden zwar sicherlich zu finden sein, aber ansonsten soll die Ausstellung im Hier und Jetzt spielen«, sagt Museumsleiter Michael Strauß. Er wünscht sich eine rege Beteiligung der Bürger. »Zentrale Idee ist, dass die Menschen uns Gegenstände als Leihgabe zur Verfügung stellen, die mit ihrer Religiosität zu tun haben. Es sind nicht nur Mitglieder der evangelischen Kirche aufgerufen, mitzumachen, sondern auch Katholiken, Juden, Muslime und Atheisten«, sagt Strauß. Ein Exponat könne auch die bewusst gewählte Nicht-Religiosität symbolisieren.

Bei der Auswahl der Gegenstände gibt es keine Begrenzungen

»Wir sind sehr gespannt, was die Bürger uns vorbeibringen werden und sind froh, dass wir das Bünder Museum als Kooperationspartner gewinnen konnten. Dies ist der optimale Ort für unsere Ausstellung«, sagt Superintendent Michael Krause vom Evangelischen Kirchenkreis Herford. Was die Auswahl der Gegenstände angehe, gebe es erst einmal keine Begrenzungen. »Es kann sich um die Familienbibel handeln, die Uhr, die jemand zur Konfirmation bekommen hat, oder um die Sonntagsschuhe, die früher zum Kirchgang getragen wurden. Genauso kann es aber auch ein Foto der Großmutter sein, die früher Geschichten von Gott erzählte.«

Auf die persönliche Geschichte kommt es an

Ebenso wichtig wie der Gegenstand selbst sei die persönliche Geschichte, die damit verknüpft sei. »Wir bitten alle Bürger, aufzuschreiben, was es mit dem Erinnerungsstück auf sich hat. Optimal wäre es, wenn wir per Smartphone eine kurze Film-Sequenz bekommen könnten, in der die Bedeutung des Gegenstandes geschildert wird«, sagt Strauß. Wer selbst keinen Filmclip per Smartphone drehen könne, könne ins Museum kommen. »Dort stehen eine Kamera und geschultes Personal zur Verfügung, um zu helfen.« Wer kamerascheu sei, könne die Geschichte natürlich auch zu Papier bringen. »Wichtig ist uns, dass nicht jeder einfach irgendwann ins Museum rennt und Exponate abgibt. Wir würden schon gerne als Ansprechpartner vor Ort sein. Daher wäre es optimal, wenn man uns vorher kontaktiert.«

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Wir sind sehr gespannt, welche Gegenstände die Bürger uns als Exponate vorbeibringen werden.

Michael Kruse, Superintendent

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Kontakt

Eine erste Gelegenheit, Exponate einzureichen, besteht an diesem Freitag, 27. Januar, von 15 bis 17.30 Uhr im Museum an der Fünfhausenstraße. Dann werden Michael Krause und Michael Strauß beide als Ansprechpartner vor Ort sein. Ansonsten sind sie telefonisch zu erreichen. Michael Strauß unter Telefon 05223/793300, Mobil 0172-1252982, und Michael Krause unter Telefon 05221/988400.

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