MK-Geschäftsführer widerspricht IG Metall »Betriebsratswahl nicht manipuliert«

Bünde (WB). Die IG Metall wirft der Firma MK Industrieservice GmbH Manipulation einer Betriebsratswahl vor. Nun bezieht MK-Geschäftsführer Mario Klein dazu Stellung. »Unser Betrieb in Bünde existiert schon seit etwa acht Jahren. Das Betriebsklima ist seit Jahren gut. Probleme mit der Belegschaft hat es vor den Interventionen der IG Metall vor etwa anderthalb Monaten nicht gegeben«, betont Klein.

Von Hilko Raske
In dieser Halle an der Borriesstraße montieren Mitarbeiter der MK Industrieservice im Auftrag des Miele-Tochterunternehmens Imperial Baugruppen für Dampfgarer und Kochfelder vor. Gegen eine Betriebsratswahl bei MK geht die IG Metall rechtlich vor.
In dieser Halle an der Borriesstraße montieren Mitarbeiter der MK Industrieservice im Auftrag des Miele-Tochterunternehmens Imperial Baugruppen für Dampfgarer und Kochfelder vor. Gegen eine Betriebsratswahl bei MK geht die IG Metall rechtlich vor. Foto: Hilko Raske

Das sei auch deshalb der Fall, weil den Mitarbeitern gute Arbeitsbedingungen und eine deutlich oberhalb des Mindestlohns liegende Bezahlung geboten werden könne.

Die Stellungnahme

»Den Vorwurf, die Betriebsratswahl manipuliert zu haben, weisen wir auf das Schärfste zurück. Insbesondere die Behauptung, ich hätte vor den Mitarbeitern mit Konsequenzen gedroht, wenn die Wahl nicht in meinem Sinne erfolge, ist schlicht unwahr«, sagt der Geschäftsführer. Tatsächlich habe er sich komplett herausgehalten. Von den Plänen der Gewerkschaft, einen Betriebsrat wählen zu lassen, habe er erst erfahren, als einige Mitarbeiter ihn auf einen Aushang am Schwarzen Brett ansprachen, demzufolge schon eine Woche später die erste Wahlveranstaltung stattfinden solle. »Wir haben dann gemeinsam mit den Mitarbeitern überlegt, wie wir mit dieser Situation umgehen sollen und uns entschieden, alle 79 Mitarbeiter auf die Versammlung hinzuweisen und zur Teilnahme zu motivieren, um nicht den fünf Mitgliedern der Gewerkschaft das Feld zu überlassen. Auch hierbei habe ich mich aber persönlich herausgehalten.« Zu keiner Zeit habe man irgendwelche Drohungen ausgesprochen. Leider erweise sich die Gewerkschaft jetzt als schlechter Verlierer und versuche, das Unternehmen mit Unwahrheiten zu diskreditieren. »Die Firma MK Industrieservice hält sich rechtliche Schritte gegenüber der IG Metall aufgrund falscher Aussagen vor.«

Richtig sei, dass er einen Mitarbeiter, der für die IG Metall kandidiert habe, entlassen musste, weil dieser bei der ersten Wahlveranstaltung einen Kollegen mit Schlägen bedroht habe. Ein solches Verhalten könne unter keinen Umständen toleriert werden.

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