Can Tankir möchte in der Musikszene durchstarten – neues Video Klare Statements, coole Raps

Bünde (WB). Es ist schon eine bunte, junge und sehr freundliche Gruppe, die sich im Jugendzentrum Atlantis einfindet. Es geht um Musik, es geht um Rap und um ein neues Video, das der heimische Rapper Can Tankir und sein Team hier herstellen möchten.

Von Henning Tonn
Der Bünder Rapper Can Tankir (Mitte) und seine beiden Mitstreiter Maximilian Schrör (links) und Salvatore Tomaselli haben im Jugendzentrum Atlantis ein Video gedreht. Heute will der Musiker am Casting von »Deutschland sucht den Superstar« teilnehmen.
Der Bünder Rapper Can Tankir (Mitte) und seine beiden Mitstreiter Maximilian Schrör (links) und Salvatore Tomaselli haben im Jugendzentrum Atlantis ein Video gedreht. Heute will der Musiker am Casting von »Deutschland sucht den Superstar« teilnehmen. Foto: Tonn

Mittelpunkt des Projekts ist sicher der Rap – aber mit einer klaren Botschaft gegen jede Form von Rechtsextremismus.

Seit seinem neunten Lebensjahr ist Can Tankir – in Bünde geborenen, aber mit türkischen Wurzeln – dem Rap zugetan. Inzwischen 21 Jahre jung und mit abgeschlossener Ausbildung zum Maler und Lackierer, gilt seine Liebe immer noch der Musik im Allgemeinen und dem Rappen im Speziellen.

In seinen selbst geschriebenen Songs, zeigt sich Tankir ausgesprochen sozial und sehr engagiert in Sachen Menschenrechten. »Rassismus muss ein Ende haben«, ist die eindeutige Botschaft seines aktuellen Musikvideos, das er mit seinen Freunden im Jugendzentrum Atlantis dreht. Salvatore Tomaselli, 17 Jahre alt und mit italienischen Wurzeln, sowie der erst 16-jährige Bünder Maximilian Schrör, bilden ein wahrlich internationales Team bei diesem Projekt.

Gemeinsam kam das Trio auf die Idee, ein Video mit einer klaren Botschaft gegen Rechts und für kulturelle Vielfalt, zu produzieren. »In den nächsten Tagen laden wir das Video im Netz hoch«, sagt Tankir und hofft auf viele tausend »Klicks« in den sozialen Netzwerken.

»Zuerst wird das brandneue Band auf Facebook unter ›C1NEMA‹ hochgeladen«, sind sich der Rapper und seine Crew einig. Abgeleitet vom Namen des ehrgeizigen Projektes »Cinema One«.

Anschließend geht es in den kommenden Wochen ins Tonstudio nach Berlin, um eine CD aufzunehmen. Der Titel dieser Scheibe ist bereits bekannt – »Nazas«, was so viel bedeutet wie »böse Augen« oder »böse Taten«. Auf genau diese möchten die Jungs aus Bünde aufmerksam machen und damit »böse Taten« verhindern. Ein großes Ziel, das sich 21-Jährige und seine Mitstreiter auf die Fahnen geschrieben haben.

Die Chancen, zunächst vor heimischen Fans zu performen, sind groß. »In den kommenden Tagen wird es sich klären, ob ich beim Zwiebelmarkt am 23. Und 24. September in Bünde auftreten darf«, sagt Can Tankir. »Das wäre natürlich keine Weltbühne, aber schließlich muss man sich erst mal seinem eigenen Publikum zeigen und beweisen, dass man etwas kann«, berichtet der Musikbegeisterte auch vom anstehenden Auftritt bei »Ethno – more than Comedy« am 30. September im Universum.

Mit renommierten Künstlerinnen und Künstlern steht der Mann mit der markanten Zahnlücke, die durchaus das Zeug hat, um sein sympathisches Markenzeichen zu werden, dann auf der Bühne.

»Can amiino« so sein liebevoller Spitzname, den ihm bereits seine Mutter verpasst hatte, nennt Rapper Summer Cem als sein großes Vorbild.

Auf den Hip-Hop-Jam – eine Art Musikwettkampf – in Paderborn am 9. September, freut sich Can Tankir schon gewaltig: »Das wird ein Auftritt vor vielen hundert Zuschauern und sicher ein spannender Wettkampf gegen andere Rapper werden.« Vor einem noch größeren Publikum ist der Bünder bereits 2015 aufgetreten. Im Vorprogramm von Sido durfte sich der 21-Jährige beweisen.

Und vielleicht schafft der Bünder ja sogar den Sprung ins Fernsehen: Am heutigen Freitag will am Casting zur TV-Show »Deutschland sucht den Superstar« teilnehmen.

Auch wenn das nichts wird, steht fest: Wie es mit dem »freundlichen jungen Mann von nebenan« musikalisch weitergeht, wird man in seiner Heimatstadt Bünde sicher mit großem Interesse verfolgen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.