Stadtmarketing-Chef zieht positive Sommerbilanz Der Steinmeisterpark ist ein Besuchermagnet

Bünde(WB). Dem erklärten Ziel, den neugestalteten Steinmeisterpark mit Leben zu erfüllen, Menschen in das riesige Areal zu locken, ist die Stadt in diesem Sommer ein ganzes Stück näher gekommen.

Von Rainer Grotjohann
Mit nach Veranstalterangaben knapp 24.000 Besuchern bei sechs EM-Spielen war das Public Viewing die mit Abstand erfolgreichste Veranstaltungsreihe.
Mit nach Veranstalterangaben knapp 24.000 Besuchern bei sechs EM-Spielen war das Public Viewing die mit Abstand erfolgreichste Veranstaltungsreihe. Foto: Kathrin Heeren

So sieht es jedenfalls Ralf Grund, Beauftragter für Stadtmarketing. Und die Zahlen geben ihm Recht. Auch wenn die Besucherscharen bei den fünf Open-Air-Konzerten eher übersichtlich waren. »Bei freiem Eintritt bleiben die Leute bei Regen eben eher zuhause,« sagte Ralf Grund gestern im Gespräch mit dieser Zeitung.

Im unteren vierstelligen Bereich bewegte sich die Zuschauergesamtzahl bei den Auftritten von vier Coverbands und des Bünder Shanty-Chors. Hier zeige das riesige Areal auch seine Negativseiten. Wenige hundert oder selbst 1000 Besucher verlieren sich im Park, der Abstand zwischen dem Zeltdach und der Bühne ist zu groß, so kommt keine Atmosphäre auf. »Wir werden überlegen müssen, wie wir das in Zukunft ändern könnten. Der Konzert-/Bühnenbereich müsste optisch verkleinert werden«, sagte Grund.

Damit hat er aber auch schon alles aus seiner Sicht nicht Optimale abgehakt. Das Public Viewing mit laut Veranstalter Carsten Müller (Professional Event Solutions) knapp 24.000 Besuchern bei sechs Spielen war natürlich der Publikumsmagnet. Während in deutschen Großstädten die Zahlen gesunken seien, hätten sie sich in Bünde von Spiel zu Spiel gesteigert. »Einen erheblichen Anteil am Erfolg hatten die etwa 50 Sponsoren. Das Stadtmarketing hätte das nicht finanzieren können.«

Das riesige Zeltdach, aufgestellt für die Fußballfans und zu einem sehr beträchtlichen Anteil von einem Hauptsponsor finanziert, konnte auch für die anderen Veranstaltungen genutzt werden. Und bewährte sich, etwa beim Weinfest. Als es am vergangenen Freitagabend zu regnen begann, drängten sich etwa 500 Menschen unter dem schützenden Dach. An die 1000 Menschen kamen tags darauf, noch einmal etwa 500 am Sonntag. Die Veranstaltung habe sich schon beim zweiten Mal etabliert, hielt Grund fest.

Neu war in diesem Jahr »Sport im Park«. BTW, TG Ennigloh, der ADFC und der Kanu- und Segelclub haben in sechs Wochen 123 Sportangebote unterbreitet. Geschätzt 4000 Menschen kamen. So leisteten Ehrenamtliche ihren Beitrag zur Belebung des Parks.

Als vollen Erfolg sieht Grund die »Tikibar« am Rande des Parks. Am kommenden Wochenende soll sie erstmals bis 23 Uhr geöffnet werden. Einer Wiederholung im Jahr 2017 stehe aus seiner Sicht nichts im Wege, sagte Grund. Er hofft auf eine Weiterentwicklung des Parks. Die könne nun konkreter geplant werden, nachdem der Erhalt des Freibades nicht mehr zur Diskussion stehe. Ein Mehrgenrationenhaus im Park, wie vom Bürgermeister vorgeschlagen, halte er für eine gute Idee.

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