40 Zimmer, Cafébetrieb, Eisdiele und Schwimm-Angebote geplant Kurhaus eröffnet in Etappen

Bünde (WB). Das ehemalige Kurhaus Wilmsmeier in Randringhausen soll Ende August als Kurhaus Bültermann neu eröffnen. Die neuen Eigentümer – Physiotherapeut Thomas Bültermann, Tischlermeister Helmut Brinker und Zimmermannsmeister Julian Brinker – sind derzeit dabei, das Gebäude rundum zu renovieren.

Von Kathrin Heeren
Helmut Brinker (54, links) und Thomas Bültermann (49, rechts) eröffnen Ende August zusammen mit Julian Brinker (23) das ehemalige Kurhaus Wilsmeier neu.
Helmut Brinker (54, links) und Thomas Bültermann (49, rechts) eröffnen Ende August zusammen mit Julian Brinker (23) das ehemalige Kurhaus Wilsmeier neu. Foto: Kathrin Heeren

Im März haben die Drei das Gebäude von Rolf Wilmsmeier gekauft . »Zwei Jahre hat der Betrieb geruht. Die ersten Hausabschnitte sollen Ende August in Betrieb genommen werden. Danach erfolgt der Betrieb etappenweise«, sagt Helmut Brinker. Das Kurhaus mit 40 Betten und 150 Plätzen im Cafébetrieb soll künftig jeden Tag in der Woche von morgens bis abends geöffnet sein – mit Beherbergung, Physiotherapie, Café, Speisesaal und allem, was dazu gehört. Auch Familienfeiern sollen dort wieder möglich sein.

Ebenfalls erneuert wird der Schwimmbadbereich. »Früher gab es drei Duschen, die sowohl von den Damen als auch von den Herren genutzt wurden. Das ist heute nicht mehr zeitgemäß«, sagt Thomas Bültermann. Nach dem Umbau stehen 13 Duschen zur Verfügung, sieben für die Damen und sechs für die Herren. Es gibt zwei getrennte Umkleiden, die jeweils Platz für 30 Personen bieten. »So haben vor allem die älteren Menschen, die Therapiemaßnahmen benötigen, ausreichend Zeit zum Umkleiden«, so der Physiotherapeut. Decken, Wände und Fensterfront des Bades sollen noch erneuert werden.

Das Kurhaus, das 1929 erbaut wurde und im Besitz der Familie Wilmsmeier war, wurde stetig erweitert auf inzwischen 2000 Quadratmeter Nutzfläche. 2,7 Hektar Kurparkfläche gehören zum Gelände. »Die Lage ist attraktiv. Daher sind wir überzeugt, dass alles ein Erfolg wird. Auch, weil die Rheuma-Liga, der Kneipp-Verein und andere schon Interesse bekundet haben, das Haus zu nutzen«, sagt Helmut Brinker.

Wenn das Kurhaus komplett fertig ist – vielleicht in etwa einem Jahr – soll die Physiotherapie-Praxis von Thomas Bültermann und seinem Neffen Elkjaer Bültermann komplett ins Kurhaus umziehen. Auch an einem neuen Kurgastprogramm mit Vorträgen werde gearbeitet.

»Wir hoffen, junge und alte Leute gleichermaßen anzusprechen«, sagen die Inhaber. Geplant seien neben Therapiemöglichkeiten, Schwefel- und Moorbädern auch Aqua-Power-Kurse für jüngeres Publikum in den Abendstunden. »Und am liebsten würden wir einen Kindergarten oder zumindest fördernde Maßnahmen für Kinder anbieten. Unser Vorbild ist Sebastian Kneipp, der viel mit der Natur arbeitete. Viele Krankheiten basieren auf unserem heutigen Konsumverhalten. Wir nutzen zu wenig, was die Natur uns bietet. Hier ist viel Natur, die wir nutzen können.«

Zunächst wollen die drei neuen Inhaber mit drei bis vier weiteren Kräften den Betrieb des Kurhauses stemmen. Später soll das Team erweitert werden. Die Außenanlagen sollen attraktiver gestaltet werden. Ein Sitzbereich mit Holzstegen sowie eine großzügige Außenterrasse mit etwa 40 Plätzen im Außengastronomiebereich sollen entstehen. Auch ein Eiscafé ist geplant.

Gerne würden die Inhaber tiergestützte Therapie anbieten. Sie haben daher bereits einige Galloway-Rinder angeschafft. Auch Alpakas sollen demnächst am Kurhaus angesiedelt werden. Thomas Bültermann zieht derzeit in Stift Quernheim das sechs Wochen alte Alpaka Findus per Flasche groß. Findus soll, wenn er alt genug ist, nach Randringhausen umziehen.

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